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Bayerische Glocke läutet im Heiligen Land

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"Freut euch mit Jerusalem! Jubelt in der Stadt, alle, die ihr sie liebt", so heißt es in den Versen aus Jesaja zum Laetare-Sonntag, wenn die Mitte der Fastenzeit schon überschritten ist. Diese Freude wurde in der Pfarrgemeinde Elisabethszell am Sonntag ganz besonders gefeiert, als klein und groß auf den Beinen war: bei frühlingshaftem Wetter war Diözesanbischof Rudolf zum Pastoralbesuch gekommen und weihte im Pontifikalamt die Glocke "Patrona Bavariae" für das Kloster Emmaus bei Jerusalem.

 

"Zum Dank für deinen Besuch, ein Sträußchen mit echtem Frühlingsgeruch" sagte die neunjährige Lisa Stöger bei ihrem Begrüßungsgedicht zu Bischof Rudolf und überreichte als Geburtstagskind einen bunten Blumenstrauß. Es schien, als sei ganz Elisabethszell und Haibach auf den Beinen und ein langer Kirchenzug mit unzähligen Ministranten, der Geistlichkeit, Vertretern der Politik mit Bürgermeister Fritz Schötz an der Spitze, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung sowie Ortsvereine, ließen sich durch die "Felsenstoana" Blaskapelle zur Pfarrkirche führen. Dort begrüßte Pfarradministrator P. Krzysztof Hagedorn SDB. Als Konzelebranten feierten Dekan P. Martin Müller OPraem, Pater Franz von Sales von der Gemeinschaft der Seligpreisungen/Kloster Emmaus Nicopolis aus Israel sowie Pater Heinrich Mühlbauer vom Salvatorkolleg Steinfeld vier Geistliche aus vier unterschiedlichen Orden den Gottesdienst mit Bischof Rudolf.

"Was kann es Schöneres geben, als zum Gebet und zur Eucharistiefeier einzuladen?"

Im Ort Emmaus Nicopolis in Palästina wird in Zukunft die neue Glocke ihre Heimat finden. Bischof Rudolf ging auf die Übersetzung des Wortes: "Stadt der Sieger" ein. Die Glocke wird an einem Ort hängen und läuten dürfen, an dem der Sieg der Liebe, ein Sieg des Herzens gefeiert werden darf. "Jesus schenkte den Ostersieg und er wurde zum ersten Mal gefeiert, als Jesus mit den Jüngern in Emmaus das Brot brach", resümierte der Bischof. Die neue Glocke werde an diesem Ort zu der ganz besonderen Siegesfeier einladen, wenn am Altar das Brechen des Brotes gefeiert wird. "Was kann es Schöneres geben, als zum Gebet und zur Eucharistiefeier einzuladen?", fragte er und wünschte den vielen Gottesdienstbesuchern, die heute diese Glockenweihe erleben dürfen: "Mögen uns unsere Glocken immer wieder anregen zur Kirche zu kommen. Zu Christus, dem Sieger am Kreuz!"

 

"Die Glocke Patrona Bavariae wird bald in Israel läuten und sie erinnert an das Jubiläum 100 Jahre der Weihe Bayerns an Maria und an die 25 Jahre der Gemeinschaft der Seligpreisungen in Emmaus. Diese Gemeinschaft hat sich zum Brückenbauen zwischen Judentum und der Kirche gegründet. Möge die Glockenweihe einen doppelten Segen einläuten: für das Heilige Land und auch für Bayern und unser Bistum", sagte Irmgard Hilmer, als Sprecherin der Charismatischen Erneuerung und Mitorganisatorin der Pilgerreise, bei ihrer Bitte um die Glockenweihe, die gleichzeitig auch der Dank für die spontane Zusage des Bischofs zu diesem Weiheakt war. "Ihnen lieber Bischof Rudolf versprechen wir, dass wir auf unserer Pilgerreise in den Pfingstferien auch für Sie und Ihre Sorge um das Bistum Regensburg an den Heiligen Stätten beten werden!", betonte die Sprecherin.

Bischof Rudolf schlägt dreimal die Glocke an

Erst zum zweiten Mal in seiner Amtszeit weihte Bischof Rudolf nun eine Glocke und sprach nach dem Lobpreis: "Segne diese Glocke, die dein Lob kündet. Sie soll deine Gemeinde zum Gottesdienst rufen, die Säumigen mahnen, die Mutlosen aufrichte, die Trauernden trösten, die Glücklichen erfreuen und die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg begleiten. Segne alle, zu denen der Ruf dieser Glocke dringen wird, und führe so deine Kirche von überallher zusammen in deinem Reich". Anschließend besprengte der Bischof die Glocke mit Weihwasser und beräucherte sie mit Weihrauch. Nun wurde die Glocke an vier Stellen mit Chrisam gesalbt. Und es war ein berührender Moment, als Bischof Rudolf  zum Abschluss der feierlichen Glockenweihe dreimal die Glocke anschlug und erstmals ihr kräftiger Ton durch die Kirche schallte.