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Aufruf der Malteser, Hilfsangebot wahrzunehmen!

Mahlzeiten-Patenschaften helfen Seniorinnen und Senioren

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Regensburg, 3. November 2022

1,50 Euro für Butter, Hunderte Euro für Heizkosten: Da der Einkauf im Supermarkt immer teurer wird und auch die Energiekosten steigen, rechnet Alexandra Bengler von den Maltesern nicht mit einer Entspannung der Lage: „In den kommenden Monaten werden wir als Gesellschaft vor einer ziemlichen Herausforderung stehen. Von Armut betroffenen Menschen muss jetzt kurzfristig geholfen werden. Schon jetzt können sich nicht mehr viele eine ausgewogene Ernährung leisten.“ Eine Unterstützung, um vor allem Seniorinnen und Senioren einen finanziellen Spielraum zu schaffen, stellen zum Beispiel die Malteser Mahlzeiten-Patenschaften dar.

Ältere Mitbürger, die von Armut betroffen sind, leben oft zurückgezogen. Sie wollen es sich nicht anmerken lassen, dass nach Abzug der Miete und anderer Fixkosten von ihrer Rente meist nicht viel übrigbleibt. Die Malteser haben durch ihre Sozialen Dienste häufig Kontakt mit betroffenen Menschen und wissen, dass die Gründe für deren Armut vielfältig sind. Meistens sind es größere Anschaffungen, wie plötzlich defekte Kühlschränke oder Waschmaschinen. Aber auch medizinische Ausgaben, wie Zahnreparaturen, oder neue Hörgeräte reißen ein Loch in den kleinen Etat.

Da ältere Menschen sich zudem oftmals wegen der Corona Pandemie nicht mehr trauen, sich in die Schlange vor der Tafel-Ausgabe zu stellen, bleiben sie einfach zuhause. Obwohl sie die Unterstützung dringend bräuchten.

Gerade für diese Zielgruppe sind die Mahlzeiten-Patenschaften 2009 eingeführt worden. „Es gibt so viele Bedürftige, die sehen Sie nicht auf der Straße. Die Schamgrenze, Hilfe anzunehmen, ist vor allem bei älteren Menschen sehr hoch“, weiß Alexandra Bengler, Leiterin der Mahlzeiten-Patenschaften. „Wir wissen, dass viele Menschen sehr wenig besitzen, und trotzdem braucht es oft ermutigende Worte, damit sie sich überwinden können, Hilfe von anderen anzunehmen. Wenn wir dann nach ein paar Wochen sehen, wie gut den Menschen das Essen tut, freut uns das umso mehr.“

Wer erhält die Unterstützung?

Das Prinzip der Mahlzeitenpatenschaften ist einfach erklärt: Wer über 75 Jahre alt, oder aufgrund von Krankheit oder Behinderung beeinträchtigt ist, und wem nach Abzug der Miete weniger als 450 Euro im Monat zum Leben bleibt, kann mit einer warmen Mahlzeit am Tag unterstützt werden.

Der tägliche Besuch der Malteser bedeutet auch Sicherheit. Zudem schenken ein Lächeln und freundliche Worte Trost in der Einsamkeit.

Deshalb appelliert Alexandra Bengler an ihre älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger: „Bitte kontaktieren Sie die Malteser vor Ort. Wir werden unbürokratisch prüfen, ob wir Sie nach den Auswahlkriterien durch die Mahlzeiten-Patenschaften unterstützen können. Sie erhalten Ihr Mittagessen dann im Anschluss wie jeder andere Kunde auch durch unsere Fahrer des Menüservices.“

Durch Spenden finanziert

Erst kürzlich spendete zum Beispiel die Katholische-Arbeitnehmerbewegung Regensburg-Land (KAB) zum zweiten Mal in Folge für das Altersarmutsprojekt Mahlzeiten-Patenschaften der Malteser Regensburg. Das warme Essen, das die Malteser bedürftigen älteren Menschen nach Hause liefern, wird durch solche Spenden finanziert. „Immer mehr Menschen können sich ihr Essen nicht mehr leisten, darum ist es uns ein Anliegen, zu helfen“, so Maria Beer von der Vorstandschaft der KAB. Alexandra Bengler, die Spendenverantwortliche der Malteser, bestätigt dies: „Besonders in unseren Diensten, in denen wir Menschen mit dem Nötigsten, sprich hauptsächlich Lebensmitteln, helfen, ist die Nachfrage so hoch wie nie. Wir freuen uns über jede Unterstützung.“

Text: Sarah Nerb, Malteser Regensburg/ mk

Titelbild: © iStock.com/Eva-Katalin

Weitere Infos

Kontakt: Menüservice Regensburg, Telefon: 0941/ 58515-40

Email: patenschaften.regensburg(at)malteser.org

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