News Bild Auf den Spuren Jesu pilgern - Pilgerfahrt des BJA ins Heilige Land

Auf den Spuren Jesu pilgern - Pilgerfahrt des BJA ins Heilige Land

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43 Junge Erwachsene waren zusammen mit Jugendpfarrer Thomas Helm im Heiligen Land unterwegs, um miteinander die Orte zu besuchen, an denen Jesus gelebt und gewirkt hat. Das Bayerische Pilgerbüro hatte diese Fahrt zusammen mit dem Bischöflichen Jugendamt der Diözese Regensburg in Kooperation mit dem Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Regensburg veranstaltet.

 

Israel - ein Land der Vielfalt

Israel ist ein Land, das von einer großen Vielfalt geprägt ist. Im Westen des Landes ist es sehr fruchtbar. Obst und Gemüse aller Art bringt das Land hervor und auch die Wirtschaft zeigt sich von der besten Seite einer Industrienation. Das moderene Israel mit den Großstädten Tel Aviv und Jerusalem sind hierfür ein augenfälliges Zeugnis.

Ein paar Kilometer ins Landesinnere hinein, ziehen sich Berge durch das Land, auf dessen Höhen auch Jerusalem liegt. Fährt man weiter in Richtung Osten, so findet man sich auf einmal in der Wüste wieder. Das Land fällt ab bis zum Toten Meer, dem tiefsten Punkt der Erde. In Israel trifft die Moderne auf den Orient.

Auch die Bevölkerung ist vielfältig. Muslimische und christliche Palästinenser und die hebräischsprechenden Juden leben auf engsten Raum nebeneinander.

 

Israel - die Heimstadt der Juden

Nach der Zeit des Holocaustes haben die Vereinten Nationen den Juden 1948 Volk ein Land gegeben, in dem sie sicher leben können. Daher ist auch im Herzen der Hauptstadt die Gedenkstätte für die Opfer der Shoa Yad Vashem. Im "Raum der Namen" brennt ständig eine Flamme, die an die sechs Millionen Opfer des Naziterrors erinnert. Den Gedenkraum für die Kinder, die in der Zeit des NS-Regimes ermordert wurden, erhellen nur vier Kerzen den Raum. Ihr Licht wird vieltausendfach durch Spiegel reflektiert. Jedes einzelne flackernde Licht steht symbolisch für die Seelen der Kinder.

Israel - Heiliger Boden für Juden, Muslime und Christen

Die Vielfalt der Religionen wird in Jerusalem augenfällig. Dort befindet sich die Westmauer des Tempels, es ist der heiligste Ort der Juden auf dem gleichen Gelände, auf dem auch der Felsendom steht, der drittheiligste Ort nach Mekka und Medina für gläubige Muslime. Einen Steinwurf davon entfernt führt die Via Dolorosa, der Kreuzweg Jesu, hinauf zur Grabeskirche. Hier befindet sich der Felsen Golgatha und das Heilige Grab. Jerusalem ist daher Heimat für Muslime, Juden und Christen.

 

Israel - Neue Heimat für Sr. Gabriela M. Zinkl

Die Heilige Stadt wurde auch die neue Heimat von Schwester Garbiela M. Zinkl. Sie stammt aus Floß, war selber lange Zeit in der Jugendarbeit und im BDKJ, später beim KDFB aktiv und lebt seit einiger Zeit im Kloster der Borromäerinnen im deutschen Hospiz in Jerusalem. Die Gruppe besuchte sie und die Schwester berichtete von ihrem Leben im Heiligen Land und ihrer Arbeit an der Hochschule in Jerusalem, wo sie Kirchenrecht lehrt und ihrer Arbeit im Kindergarten der Borromäerinnen, wo sie Kindergartenkinder Englisch unterrichtet.

 

Israel - Das Heilige Land der Christen

Wenn christliche Pilger durch das Heilige Land reisen, dann folgen sie unweigerlich den Fußspuren Jesu. Sie wollen mit eigenen Füßen auf den Wegen gehen, auf denen Jesus gegangen ist und mit den eigenen Händen die Orte zu berühren, an denen Jesus gewirkt hat.

„Wow, hier hat also alles begonnen“, sagte ein Teilnehmer, als er aus der Unterkirche der Verkündigungsbasilika in Nazareth in die Oberkirche kam. Hier hatte der Engel einer jungen Frau verkündet, dass sie die Mutter Gottes werden sollte. Die Überreste des Hauses, in dem der Engel Gabriel der Jungfrau Maria erschienen sein soll, sind bis heute in der Krypta der Kirche zu sehen.

 

Israel - wo an Weihnachten sich Himmel und Erde berührten

In Betlehem markiert ein Stern die Stelle, an der Jesus geboren wurde. Man muss sich tief beugen, um in die Geburtskirche hineinzukommen und viele wollen den Ort mit ihren Händen berühren, an dem sich Himmel und Erde berührt haben. Hier werden die bekannten Weihnachtslieder plötzlich lebendig und greifbar. Auch die Gruppe Junger Erwachsener hat beim Gottesdienst in der Josefsgrotte spontan das „Stille Nacht“ angestimmt - mitten im März und viele Teilnehmer waren davon tief bewegt.

Israel - lebensfeindlich und doch das Land der Verheißung

In der Wüste an der Grenze zwischen Israel und Jordanien liegt die Taufstelle Jesu. Nur ein ganz schmaler Streifen entlang des Flusses ist fruchtbar und daher grün. Die Jordanebene in dieser Gegend ist feindlich und tödlich. Das Grenzgebiet zu Jordanien wird scharf bewacht und ist vermint. Wie muss es gewirkt haben, wenn in dieser lebensfeindlichen Umgebung Johannes der Täufer gepredigt hat, dass die Menschen umkehren sollen, um nicht in ihr Verderben zu laufen und wie verheißungsvoll klingt das Wort Jesu gerade hier: „Ich bin das lebendige Wasser!“ (vgl. Joh 4,14).

 

Israel - wo Jesus die frohe Botschaft verkündete

Rings um den See Genezareth fand das öffentliche Leben statt: Die Berufung der Jünger, die Wunder in Kafarnaum, die Bergpredigt, der Berg der Seligpreisungen, die Verklärung Jesu, die Hochzeit zu Kana und schließlich das Wunder der Brotvermehrung, als Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen weit mehr als 5000 Menschen gespeist hat. Ein geistlicher Höhepunkt der Fahrt war die Eucharistiefeier in Tabgha am Seeufer des Sees Genezareth.

 

Israel - das Land, in dem Jesus gestorben und auferstanden ist

Die Fastenzeit begann die Gruppe in der Kapelle „Dominus flevit“ mit Blick auf die heilige Stadt Jerusalem, in die Jesus ging, um dort gekreuzigt zu werden. Die Gruppe folgte den Spuren Jesu vom Ölberg über die Via Dolorosa hinauf zur Grabeskirche, wo die Stelle ist, an dem das Kreuz Jesu aufgerichtet war und der Ort, an dem Jesus begraben wurde und schließlich auferstand. Viele Teilnehmer der Fahrt werden zu Ostern, wenn die Kirche des Todes und der Auferstehung Jesu besonders gedenkt, vor ihrem inneren Auge die Orte haben und gerade deswegen die Kar- und Ostertage intensiver mitfeiern.