News Bild Auf den Spuren Benedikts XVI.:  Bischof Rudolf Voderholzer trifft Erzbischof em. Alfons Nossol

Auf den Spuren Benedikts XVI.: Bischof Rudolf Voderholzer trifft Erzbischof em. Alfons Nossol

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Gestern begrüßte Bischof Rudolf Voderholzer den früheren Oberhirten von Oppeln (im heutigen Polen), Erzbischof Alfons Nossol in Regensburg. Der emeritierte Erzbischof gilt als einer der wichtigsten Brückenbauer zwischen Deutschen und Polen nach dem 2. Weltkrieg und ist für sein Engagement mehrfach ausgezeichnet worden. Doch der 83jährige Deutsch-Pole gab sich gegenüber Bischof Rudolf bescheiden: "Jeder Priester ist zur Versöhnung aufgerufen!"

Die beiden Hirten kennen und schätzen sich seit Jahren – und jeder von ihnen hat außerdem ein besonderes Verhältnis zu Papst em. Benedikt XVI.  Aus diesem Anlass hatte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer  Erzbischof em. Nossol zu einem Besuch ins „Institut Papst Benedikt XVI.“ eingeladen. An der Besichtigung des „Instituts Papst Benedikt XVI.“ nahm auch Weihbischof Dr. Josef Graf, der langjährige Spiritual des Regensburger Priesterseminars, teil.

Dr. Voderholzer, Gründungsdirektor des Instituts, bot Dr. Nossol und sowie Gästen aus der Pfarrei Kareth eine  reichhaltige Führung. Er ermöglichte vertiefte Einblicke in das Wirken des Instituts, das die Gesammelten Werke Joseph Ratzingers im Auftrag von Kardinal Gerhard Müller herausgibt. Von der auf insgesamt 16 Bände ausgelegten Editio typica der Schriften des Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. sind bisher neun erschienen. Eine weitere wesentliche Aufgabe des Instituts ist die Sammlung und Bereitstellung von Literatur, die mit der Theologie des „Theologen-Papstes“ zu tun hat. Derzeit kommen monatlich weitere Lieferungen von Büchern und Dokumenten aus Rom an, die es zu bearbeiten gilt, erklärte Bischof Voderholzer.  

Auf Wunsch des emeritierten Erzbischofs fuhren Bischof Rudolf und seine Gäste im Anschluss an die Institutsbesichtigung zum Friedhof Ziegetsdorf, um das Grab der Familie Ratzinger zu besuchen und dort gemeinsam zu beten. Danach ging es zum Papsthaus in Pentling, welches Joseph Ratzinger von 1970 bis zu seiner Papstwahl bewohnte. Das ehemalige Eigenheim Joseph Ratzingers dient heute als biographisches Museum, Begegnungsstätte und beherbergt ein Archiv.

Erzbischof Alfons genoss den Besuch in Regensburg und Pentling sichtlich. Und in Bezug auf den Werdegang von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. sagte er augenzwinkernd, dass es doch ein besonderes Zeichen der Vorsehung gewesen sei, dass der polnische Papst Johannes Paul II. einen engen Mitarbeiter "aus dem Geschlecht der Teutonen" gewählt habe. So sei für ihn deshalb Benedikt XVI. nicht nur ein großer Theologe, sondern auch ein Versöhner zwischen Polen und Deutschen.