News Bild Architekt Volker Schwab gewinnt Realisierungswettbewerb: Pfarrei Mariä Himmelfahrt lobte Wettstreit für Bau des Pfarr- und Jugendheimes aus

Architekt Volker Schwab gewinnt Realisierungswettbewerb: Pfarrei Mariä Himmelfahrt lobte Wettstreit für Bau des Pfarr- und Jugendheimes aus

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Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt Schwarzenfeld hat bislang kein Pfarr- und Jugendheim. Da diese Pfarrgemeinde mit ihren über 4000 Katholiken ein Heim in der größtmöglichen Kategorie (entsprechend den Förderrichtlinien) bauen kann, hat sie im Vorfeld einen Realisierungswettbewerb ausgelobt, zu dem elf Architekturbüros eingeladen wurden. Am vergangenen Freitag konnte Pfarrer Heinrich Rosner nun die Sieger küren.

 

Gewinner aus Vohenstrauß

Den ersten Preis, der mit 9500 Euroausgelobt worden war, errang das Architekturbüro Volker Schwab aus Vohenstrauß. Dritte Preise gingen an das Weidener Büro Juretzka Architekten GmbH und das Architekturbüro Brunner und Retzer in Amberg mit einem Preisgeld von jeweils 4000 Euro. Den beiden Drittplatzierten gratulierten Pfarrer Rosner und PGR-Sprecherin Dausch, die auch die Stellungnahmen zu den Beiträgen vortrugen. Den Sieger beglückwünschte Kirchenpflegerin Lang. Sie betonte den hier besonders gut gelungenen Bezug des neuen Bauwerks zur Kirche, zum Gesamtplatz, zum Kirchplatz, zu den Grünflächen und die Einbeziehung der Geländeunterschiede. Auch ging sie auf die positiven Lösungen hinsichtlich der Räume und deren Nutzungsmöglichkeiten ein, nannte aber auch einige noch zu klärende Punkte für die spätere Umsetzung. Preisträger Volker Schwab erklärte, dass solche Wettbewerbsteilnahmen meist nur nach Feierabend bearbeitet werden könnten, weshalb er neben seiner Familie den Mitarbeitern besonders dankte. Und er gab einen kleinen Einblick in die Entwicklung seiner Ideen. „Ich habe mich vor die Kirche gestellt und geschaut oder nachgedacht, wo die Leute herauskommen und wohin sie gehen“, erklärte Schwab. Aus diesen virtuellen Bildern habe sich der Planentwurf entwickelt. Er zeigte sich erfreut, dass nicht nur die Fachpreisrichter, sondern auch die Sachpreisrichter klar für seinen Vorschlag votierten. „Wir freuen uns schon, uns mit Ihnen zu reiben und auf ein schönes Ergebnis hinzuarbeiten“, blickte der Siegerarchitekt bereits in Richtung Bauphase.

Jury wählte aus elf Beiträgen aus

 

Die Teilnehmer am Wettbewerb sowie die Fach- und Sachpreisrichter hieß Pfarrer Rosner herzlich willkommen. Er wies vor allem auf die Herausforderung hin, „zwischen Rathaus und Kirche ein neues Gebäude zu schaffen“. Dies vertiefte der Bischöfliche Baudirektor Paul Höschl in seinem Grußwort, der noch das Pfarrhaus als weiteres, in die Planung einzubeziehendes Gebäude erwähnte. Er ging ferner auf das geplante Raumprogramm und die Fläche (413 Quadratmeter) ein und sprach von einer „städtebaulichen Bedeutung“ dieses Areals, weshalb ein Architektenwettbewerb sinnvoll erschien. Elf Architekturbüros seien, so Höschl, eingeladen, neun Arbeiten eingereicht worden. Die Vorbereitung des Verfahrens oblag dem Regensburger Unternehmen Dömges Architekten AG. Höschl stellte kurz die Mitglieder des Preisgerichts (Fach- und Sachpreisrichter) und deren Tätigkeiten bzw. Funktionen vor und sprach diesem Gremium höchste Professionalität aus. Als Sachpreisrichter fungierten neben Pfarrer Rosner Kirchenpflegerin Michaela Lang, Pfarrgemeinderatssprecherin Angela Dausch und 1. Bürgermeister Manfred Rodde. Fachpreisrichter waren der Baudirektor des Bistums Eichstätt Richard Breitenhuber, Manfred Blasch vom Büro Blasch Architekten in Regensburg, Martina Hackl vom Bischöflichen Baureferat, Baudirektor Paul Höschl, Prof. Andreas Emminger von der OTH Regensburg und der Schwandorfer Kreisbaumeister Franz Schober. Berater waren Michael Pamler von der Kirchenverwaltung und Stadtplaner Dr. Emil Lehner vom Weidener Büro SHL Architekten. Die am 10. Juni von 9 bis 16.25 Uhr andauernde Preisgerichtssitzung habe dann die Vergabe eines ersten und von zwei dritten Preisen ergeben, Bewertungskriterien seien vor allem die städtebauliche Struktur und Gestalt, die Funktionalität, die Wirtschaftlichkeit und die Energieeffizienz sowie auch die Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit gewesen.

 

Schwarzenfelds Bürgermeister Rodde betonte die gemeinsamen Interessen und das an den Menschen orientierte Handeln von Pfarr- und Marktgemeinde und hob den vor sechs Jahrzehnten geschaffenen großen Platz für Kirche, Pfarrhaus und Rathaus hervor, wo Pfarr- und Marktgemeinde auch mit den Gebäuden Nachbarn seien und künftig hier ein Gebäude entstehen soll, „das über Jahrzehnte Mittelpunkt der Gemeinde, ja Platz für Begegnungen sein kann“. Die Verpflichtung vieler und zum Teil ganz unterschiedlicher Einrichtungen und Gruppen (Pfarrgemeinde, Diözese, Kommune, Architekten) sprach Prof. Emminger an, der beim Preisgericht den Vorsitz hatte. Er schilderte kurz die Arbeit des Preisgerichts, wo die eingegangenen neun Arbeiten während der Bewertungsphase selbstverständlich anonym, nur mit Kennzahlen versehen blieben, die Sach- und Fachpreisrichter sich aber sehr schnell über die Top-Beiträge einig waren. „Alle Arbeiten haben sehr eigenständige Lösungen auf einem guten Niveau“, fasste Emminger zusammen.