News Bild Appell an die Weltkirche – Erzbischof von Yangon in Myanmar bittet um Gebet

Appell an die Weltkirche – Erzbischof von Yangon in Myanmar bittet um Gebet

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Die (Erz-)Bistümer Köln, New York, Tokio und Regensburg rufen am Gründonnerstag zum Gebet für Myanmar auf und reagieren damit auf den dringenden Appell von Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Yangon.

 

Die Lage in Myanmar spitzt sich weiter zu

Die Christen dort sind wie alle anderen Religionen vom Putsch der Militärjunta betroffen. Mehr als 230 Menschen sind bei den Protesten bereits ums Leben gekommen. Die dort ansässigen NGOs und Hilfsorganisationen werden immer stärker bedrängt und von der Militärregierung gezwungen, alle finanziellen Transaktionen aus dem Ausland offenzulegen.

Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Yangon in Myanmar und Vorsitzender der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen, hat einen eindringlichen Appell an die Weltkirche gerichtet: Er bittet um Gebet und Solidarität. Die Bistümer Köln, Tokio, New York und Regensburg beantworten diese Bitte, indem sie gemeinsam den Gründonnerstag, den 01. April, als besonderen Tag des Gebets für Myanmar ausrufen.

Kardinal Woelki: „Möge Gott helfen“

Im Rahmen der Gründonnerstagsliturgie wird an diesem Tag in den (Erz-)Bistümern Köln, New York, Tokio und Regensburg für die Menschen in Myanmar gebetet. „Möge Gott helfen, dass, Myanmar den Weg zu Demokratie und Freiheit zurückfindet und wieder das 'Goldene Land' wird, auf das die Burmesen so stolz sind. Ich werde auch unsere Gemeinden bitten, Myanmar in ihre Gebete aufzunehmen“, versicherte der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki.

Kardinal Woelki hatte sich bereits am 15. März in einem persönlichen Brief an Kardinal Bo gewandt und ihm Unterstützung und Gebet zugesprochen: „Sie haben um das Gebet für Myanmar und vor allem für die Burmesen gebeten. Ich möchte Ihnen aus ganzem Herzen meine Verbundenheit zusichern und verspreche Ihnen, dass ich die Kirche Myanmars und die Menschen dieses Landes in mein Gebet einschließe“, so Kardinal Woelki. Diese Zusage gelte auch für das ganze Erzbistum.

Das Erzbistum schließt sich damit auch dem Anliegen des Papstes an. Papst Franziskus hatte wiederholt – zuletzt bei der Generalaudienz am 17. März – auf die extrem schwierige Situation hingewiesen. „Ich sehe mich unter großen Sorgen dazu veranlasst, nochmal auf die tragische Situation in Myanmar hinzuweisen, wo so viele Menschen – insbesondere junge Menschen – ihr Leben lassen, um ihrem Land eine Hoffnung zu geben.“

Bischof Voderholzer ruft Christen im Bistum zur Solidarität auf

Das Bistum Regensburg finanziert seit 2001 ein Stipendienprogramm für junge Menschen aus Myanmar, weshalb enge Verbindungen zwischen Regensburg und Myanmar bestehen. Bischof Rudolf Voderholzer bittet alle Christen im Bistum Regensburg, sich den bedrängten Menschen an die Seite zu stellen: „So viele Menschen in Myanmar verlieren gerade alles, was zu ihrem Leben gehört: Freiheit, den Schutz des Rechts und ihre Existenzgrundlage. Unser Gebet und unsere Anteilnahme sind für sie wie eine Quelle der Hoffnung und des Lebensmuts in einer Wüste der Gewalt, des Unrechts und dem Bangen, den nächsten Tag zu überleben. Ich bitte Sie alle, am Gründonnerstag und darüber hinaus für diese Menschen und mit ihnen zu beten.“

 

Bischof Voderholzer sendet Osterbrief nach Myanmar

Die Gebetsinitiative der im Gebet miteinander verbundenen Menschen hier im Bistum und in Myanmar wird Bischof Voderholzer in einem Osterbrief an Kardinal Charles Maung Bo weitergeben. Erste Gebetsbekundungen haben Bischof Voderholzer bereits erreicht.

Die Klöster im Bistum beteiligen sich zahlreich.

Die Dominikanerinnen in Regensburg Hl. Kreuz, die Regensburger Schwesterngemeinschaft der Dienerinnen der unbefleckten Gottesmutter Jungfrau Maria und die Schwestern von St. Anna in Riedenburg beteiligen sich an der Gebetsinitiative für Myanmar; ebenso die Zisterzienserinnen in Seligenthal, die jeden Dienstag für den Frieden auf der Welt beten. Auch die Schwestern vom Guten Hirten in Schwandorf beten für Myanmar und denken an die vielen Mitschwestern vor Ort.

Die Mallersdorfer Schwestern, Franziskanerinnen von der Heiligen Familie, folgen dem Gebetsaufruf, indem sie im Mutterhaus und im Schwesternaltenheim St. Maria in der Nacht vom Gründonnerstag auf Karfreitag mit rund 300 Schwestern im stundenweisen Wechsel dieses Anliegen vor Gott bringen.

Auch die Missionsdominikanerinnen vom Heiligsten Herzen Jesu im Kloster St. Dominikus in Strahlfeld sichern ihr Gebet zu:
„Wir, als Gemeinschaft, Missionsdominikanerinnen von Strahlfeld, beten am Gründonnerstag, auch sonst, in den Anliegen der Menschen, Christen, in Myanmar.
Ein Kreuzweg für so viele Menschen – die Frage: Wann kommt die Erlösung und das Ende der Gewalt? Christus König – Christus Sieger – Christus Herr in Ewigkeit. Mögen die Christen, die Menschen guten Willens den Mut nicht verlieren.“

Unterstützung auch aus den USA und aus Japan

Die amerikanischen Bischöfe mahnten „eine Rückkehr zur Demokratie" an. „Ich schließe mich unserem Heiligen Vater, Papst Franziskus und meinen Mitbischöfen hier in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt und allen Menschen guten Willens an, um für ein friedliches Ende der gegenwärtigen Krise in Myanmar zu beten", sagte Kardinal Timothy M. Dolan, Erzbischof von New York.

Der Erzbischof von Tokio, Tarcisio Isao Kikuchi hatte in einem persönlichen Brief an die Bischöfe in Myanmar seine Gebetsunterstützung zugesagt: „Ich möchte Ihnen unser solidarisches Gebet zusichern, mit der Kirche von Myanmar, ihrer Rolle im Dienst an den Schwachen und ihrem Streben nach Frieden.“

Beten auch Sie mit!

Bischof Rudolf lädt alle Pfarrgemeinden sehr herzlich dazu ein, bei der Missa vespertina am Gründonnerstag in den Fürbitten besonders für Myanmar und die dort lebenden Christen zu beten:

„Wir bitten für Myanmar, das in diesen Tag durch eine dunkle Zeit der Krise gehen muss, für Kardinal Bo und alle unsere dort lebenden Schwestern und Brüder im Glauben: um das Wirken des Heiligen Geistes, damit Gerechtigkeit und Dialog die Dunkelheit und Spaltung überwinden und der Aufbau einer versöhnten Gemeinschaft in Hoffnung und Frieden möglich wird.“

Einen Gebetsvorschlag für die Anbetung am Gründonnerstag können Sie hier herunterladen.