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„Als weltweite Gemeinschaft zur Solidarität aufgerufen“

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(pdr) In seiner Neujahrspredigt hat der Regensburger Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller die Menschen in der Diözese zur Hilfe für die Flutopfer aufgerufen. "Den Menschen in Südostasien gilt in diesen Tagen unser Gebet. Viele Familien wurden auseinandergerissen, Kinder haben ihre Eltern verloren. Als weltweite Kirche sollten wir uns solidarisch verhalten“, so der Bischof. „Der Apostel Paulus hat die Kirche als einen Leib mit vielen Gliedern beschrieben. Freut sich ein Glied, freuen sich die anderen mit. Leidet ein Glied, so leiden auch alle anderen. Daher leiden wir heute alle mit den betroffenen Menschen sagen ihnen unsere Hilfe und unseren Beistand zu“.

Der Bischof betonte, dass es jedoch keine einseitige Hilfe sei, die von reichen Ländern an die armen geleistet werde. "Gerade jetzt möchte ich mich für die geistliche Hilfe bedanken, die wir insbesondere aus Indien erfahren. In unserer Diözese sind 38 indische Priester aktiv, die in Gemeinden Seelsorgearbeit leisten und das Wort Gottes verkünden. Ihnen verdanken viele Gemeinden, dass sie überhaupt noch mit eine eigene, aktive Pfarrei bilden können. Dafür ein ganz großes Wort des Dankes.“ Bischof Gerhard Ludwig hatte kurzfristig alle indischen Priester aus dem Bistum zu dem Pontifikalamt eingeladen. Pfarrer Kata Rajulu aus Weihern berichtete aus seiner Heimatdiözese, in der viele Menschen von den Folgen des Tsunami betroffen sind. "Mein Heimatbischof hat mir für die Solidarität der Menschen aus Deutschland gedankt. So viele Familien brauchen jetzt Hilfe und Unterstützung.“

Hochfest der Gottesmutter Maria
In seiner Predigt ging Bischof Gerhard Ludwig auch auf den der 1. Januar als Tag des Hochfestes der Gottesmutter Maria ein. „Maria ist die Mutter im Glauben. Sie nimmt von Anfang an der Armut und Unscheinbarkeit Jesu teil, als sie ihr Kind in einem Stall gebar. Und sie ist es, die am Schluss unter dem Kreuz steht, als sogar die meisten Jünger Jesus verlassen hatten. Maria steht uns nahe in unseren Schmerzen. In ihr finden wir Menschen Trost und Zuspruch. Gerade angesichts der furchtbaren Leiden in diesen Tagen können wir uns als Christen sicher sein, in Maria, der Mutter Gottes, unsere Fürsprecherin erkennen zu können“.

Vor dem Pontifikalamt wurde im Dom die Ewige Anbetung für die Diözese Regensburg eröffnet. Seit 14 Uhr beteten Gläubige vor dem ausgesetzten Allerheiligsten Musikalisch gestalteten die Mariannische Männercongregation und die Karether Bläser die Eröffnung. Die Ewige Anbetung geht zurück auf das 40stündige Gebet während der Grabesruhe Christi von Gründonnerstag bis Karsamstag. Durch Papst Clemens VIII. wurde es im Jahr 1522 in Rom als „lückenloses“ Gebet eingeführt. Vereinigungen und Ordensgemeinschaften nahmen sich des Anliegens an. Seit dem Jahr 1705 verbreitete sich die Ewige Anbetung in den Diözesen. Jede Pfarrei hat jeweils einen ganzen Tag die Übernahme der Anbetungsstunden zu gewährleisten. In den Nachtstunden beten die Ordensgemeinschaften.