News Bild Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing eröffnet - Bischof Gerhard Ludwig als Ehrengast – 200 Laienschauspieler

Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing eröffnet - Bischof Gerhard Ludwig als Ehrengast – 200 Laienschauspieler

Home / News

(pdr) Als Ehrengast erlebte Bischof Gerhard Ludwig beim Freilichtspiel das Leben und Sterben der Agnes Bernauer, die tragische Liebe der Frau niederer Herkunft zu einem Herzog und ihren grausamen Tod in der Donau. Über 200 Laienschauspieler des Agnes-Bernauer-Festspielvereines spielen bis einschließlich 22. Juli das Stück um Liebe und Hass aus dem Mittelalter 19 mal im Herzogschloss Straubing. Bei der Premiere war Bischof Gerhard Ludwig Müller als Ehrengast unter den 1200 Zuschauern. Und er fand am Ende lobende Worte für das 200köpfige Ensemble, das mit großer Begeisterung gespielt habe. Sie hätten als Laiendarsteller bayerische Geschichte des Mittelalters lebendig werden lassen. Obwohl 572 Jahre seit diesen geschichtsträchtigen Ereignissen vergangen sind, seien die gezeigten menschlichen Verhaltensmuster auch unserer heutigen Zeit nah.

Die tragische Lebens- und Liebesgeschichte der Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer ist der historische Hintergrund für das Freilichtspiel im Hof des Herzogschlosses zu Straubing. Die heimliche Ehe zwischen der Bernauerin und Herzog Albrecht III. von Bayern-München war ein schwerer Verstoß gegen die „von Gott gewollte“ Ständehierarchie des Mittelalters, eine Gefahr für die Zukunft des Herzogtums, eine Verletzung der Ehre des fürstlichen Hauses Wittelsbach und des ganzen Landes. Alle Versuche Albrecht von Agnes abzubringen scheiterten. Da griff Albrechts Vater, Herzog Ernst I. zur rohen Gewalt. Unter Vorwand der Schadenzauberei, des Hochverrats und der Landschädlichkeit ließ er Agnes am 12.10.1435 in der Donau bei Straubing ertränken. Beim Spiel dröhnen Trommeln und schmettern Fanfaren, Rosse wiehern und Hufe klappern auf dem historischen Pflaster. Die Zeit edler und intriganter Ritter und ihrer spitzhütigen wie spitzzüngigen Hofdamen wird nachgestellt. Um den Adel herum gibt es schwatzende Bauern und feilschende Kaufleute, tratschende Küchenmägde und großmäulige Ritter, saufende Bürger und streitlustige Knappen. Das Historienspektakel präsentiert sich in 15 akribisch choreographierten Szenen in perfekter Beleuchtung. Die Spieler mal deftig und zart, gnadenlos grausam und liebevoll mitleidend – so wie es der stimmgewaltige Spielansager in die Welt hinaustrommelt. Aufführungen gibt es bis einschließlich 22. Juli jeden Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag um 20.30 Uhr.