News Bild Abschluss der Kirchensanierung in Haselbach: Danksagung für ein großes Gemeinschaftswerk

Abschluss der Kirchensanierung in Haselbach: Danksagung für ein großes Gemeinschaftswerk

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Die Herbstsonne lachte mit den Haselbachern im Landkreis Straubing-Bogen um die Wette, als nach zwei Jahren umfassender Außen- und Innensanierung am Kirchweihsonntag gemeinsam mit Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer der festliche Abschluss der Kirchenrenovierung gefeiert werden konnte. Dass es genau auf den 300. Weihetag der erweiterten Pfarrkirche Sankt Jakobus fiel, war obendrein ein Grund zum Feiern. 

 

Als Begrüßungskomitee für den Diözesanbischof standen die Kindergartenkinder parat, die "echten Haselbacher" intonierten unter der Leitung von Franz Schötz Blasmusik und der Sprecher des Pfarrgemeinderates Simon Haas wies auf die drei besonderen Festanlässe "Abschluss Renovierung, Kirchenjubiläum und Bischofsbesuch" hin. Ein langer Kirchenzug mit Vereinen und kirchlichen Verbänden bewegte sich dann zum festlich geschmückten Gotteshaus. Hier sprach P. Dominik Daschner OPraem. den Willkommensgruß an Bischof Rudolf, die beiden Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Johann Six und Prof. Dr. Karl Hausberger, Gemeindereferentin Birgit Blatz, Bürgermeister Johann Sykora sowie alle Pfarrangehörigen.

Seit 1130 hat Haselbach einen Pfarrer

"Wenn ein großes Werk abgeschlossen ist, dann gilt es Dank zu sagen. Das wird in diesen Tagen getan" betonte P. Dominik und erinnerte an die Planer und bauausführenden Firmen. Der Dank des Christen richte sich aber weiter an Gott, der seinen Segen zur geglückten Renovierung geben hat. Und diesen Dank schloss sich auch Bischof Rudolf an, der sich begeistert von der im neuen Glanz erstrahlenden Dorfkirche zeigte, in der er gleich etliche Szenen aus dem Leben des Heiligen Jakobus entdeckt hatte. Auch das Wappen der Gemeinde ist ihm ins Auge gefallen und er meinte, "bei so einem kirchlichen Wappen muss ja die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kirche gut klappen". Bischof Rudolf erinnerte, dass die Kirchengeschichte hier in Haselbach schon viel älter sei, als das heute gefeierte 300. Weihejubiläum. Bereits 1130 habe es einen Pfarrer in Haselbach gegeben, romanische Reste einer Kirche seien gefunden worden und auch die frühe Verbundenheit zum Kloster Oberalteich in der Zeit von 1225 bis 1803 konnte erneute Bestätigung finden.

Sehnsucht der Menschen nach Jesus

In seiner Predigt zitierte der Bischof aus dem Evangelium den prägnanten Satz "Zachäus, komm schnell herunter, denn ich muss heute in deinem Hause Gast sein". Das klinge schon eigenartig, denn eigentlich werde man ja zu einem Fest durch den Gastgeber eingeladen. "Jesus aber hat sich selber als Gast bei Zachäus eingeladen" meinte er erstaunt und erklärte, dass es wohl so gewesen sei, dass sich Jesus "wie daheim" bei Zachäus fühlte. Zachäus drückte die Sehnsucht aller Menschen aus, auf Jesus zu warten, um dem Göttlichen nahe zu sein. "In der Seele eines jeden Menschen schlummert die tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit" betonte Bischof Rudolf. Zachäus habe Jesus freudig aufgenommen, war gastfreundlich und später sehr freigebig und gab zurück was er vorher unrechtmäßig genommen hatte. Bischof Rudolf schlug auch die Parallele zu den Emmausjüngern, die den Fremden einluden "bleib bei uns". Dieser habe sich einladen lassen und wurde dann zum Gastgeber, als er das Brot brach, es segnete und ihnen reichte.

Der Glaube trägt

Diese Gastfreundschaft werde bei jeder Eucharistiefeier gefeiert, wenn sich Christus in Brot und Wein verschenkt. "Um das würdig feiern zu können, deshalb haben wir unsere Kirchen" resümierte der Bischof und dankte für das außerordentlich lebendige Pfarrleben in Haselbach. Sowohl P. Dominik, als auch den Ruhestandsgeistlichen und der Gemeindereferentin dankte er für die Verkündigung des Evangeliums. "Die Kirche ist nicht der Ortsverschönerungsverein von Haselbach. Hier werden Grundwerte gelernt und vorgelebt, sowie ein überzeugtes christliches Leben kennengelernt" betonte der Bischof und resümierte: "Der Glaube trägt". Mit Freude sehe er die vielen Ministranten und gerade "die Großen" zeigen, dass die Firmung gewirkt hat. Sie sind wichtige Zeugen des Glaubens im Alltag, in der Ausbildung, im Studium. Ein Dankeschön erhielt auch die Kirchenmusik und der Bischof lobte die außerordentlich würdige Gestaltung in der kleinen Dorfkirche.

Vor dem feierlichen Schlusssegen überreichte Bischof Rudolf an P. Dominik Daschner OPraem den persönlichen Titel "Pfarrer" für sein jahrelanges engagiertes Wirken in der Pastoral des Bistums Regensburg. Abgerundet wurde der Pastoralbesuch mit einer Kindersegnung am Nachmittag in der Pfarrkirche.