News Bild Abschied von der Theologischen Fakultät Trier: „Professor Voderholzer wird ein Bischof für alle sein“

Abschied von der Theologischen Fakultät Trier: „Professor Voderholzer wird ein Bischof für alle sein“

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(pdr) Am vergangenen Mittwoch hat an der Theologischen Fakultät Trier die Verabschiedung von Prof. Dr. Rudolf Voderholzer stattgefunden, der dort seit 2005 als ordentlicher Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte gewirkt hatte. Zunächst wurde in der Jesuitenkirche des Priesterseminars die Heilige Messe gefeiert. In der Promotionsaula fand sodann ein Festakt statt. Prof. Dr. Klaus Peter Dannecker, Rektor der Theologischen Fakultät Trier, sprach die Begrüßung. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Rektor seinen Dank für Prof. Voderholzers Engagement in der Fakultät aus.

In seiner Predigt sprach Prof. Voderholzer über seinen bischöflichen Wappenspruch, der in der deutschen Übersetzung bereits sein Primizspruch war: „Christus ist unter euch. Er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit!“ – „Christus in vobis spes gloriae!“ Dies sei „fast wie eine Kurzformel der Verkündigung“, sagte Voderholzer: „Es ist, wie wenn man den heiligen Paulus gefragt hätte: Sag es uns doch in einem Satz, was Du zu bringen hast! Was ist das Entscheidende, für wen, für was nimmst Du solche Strapazen auf Dich?“ Von dieser Ausrichtung auf Christus hin habe Prof. Voderholzer sein priesterliches Wirken geprägt sein lassen wollen. Auf diese „Christozentrik“, die das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) prägt, habe er in seiner Vorlesung zur Lehre des Konzils zeigen wollen. „Dies zu vollenden war mir nicht mehr gegönnt. Nehmen Sie es bitte als eine Art Vermächtnis mit: Christus ist unter euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit.“

Prof. Dr. Christoph Ohly, Dekan und Professor für Kirchenrecht an der Katholischen Fakultät Trier, ging in seiner Würdigung des künftigen Bischofs von Regensburg der Frage nach, inwieweit sich Voderholzers wissenschaftliches Arbeiten und Wirken auf seine künftige Aufgabe „in vorzüglichster Weise“ vorbereitet hat. Prof. Ohly sprach von drei Schwerpunkten, die einerseits die „drei konstitutiven Bauelemente der Kirche erkennen“ ließen, andererseits zugleich die „drei Markensteine“ des wissenschaftlichen, aber nun auch bischöflichen Wirkens Prof. Voderholzers sein würden: die Heilige Schrift und die Verkündigung des Wortes Gottes, der Glaube an die Heilsgeheimnisse Gottes, gegenwärtig in den Sakramenten der Kirche, und die Liebe Gottes, die in der Geschichte der Kirche Gestalt gewinnt und in der Heiligkeit ihrer Glieder Frucht trägt. „Wort, Sakrament und Caritas mögen Dir immer wieder Quelle, Richtschnur und Ziel Deines bischöflichen Dienstes sein“, fasste der Laudator zusammen.

Judith Klinkner, Sprecherin des Asta an der Theologischen Fakultät Trier, hob hervor, dass Prof. Voderholzer „auf Dinge schaut, die andere vielleicht für klein und unbedeutend halten“. Er beachte nicht nur das große Prächtige, das einem jeden direkt ins Auge springt, sondern er achte auf kleine Details, die eventuell noch von größerer Bedeutung sind. „Und gerade diese Eigenschaft halte ich für einen Bischof sehr wichtig: nicht nur die vordergründigen Dinge in den Blick zu fassen, sondern auch die kleinen unscheinbaren Details zu erfassen.“ Die Vertreterin drückte ihre feste Überzeugung aus, dass „Professor Voderholzer ein guter Bischof für das Bistum Regensburg sein wird, denn er wird ein Bischof für alle sein, ein Bischof, der nah an den Menschen ist und sich um sie sorgt“.



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