News Bild 88 Volksschullehrer erhielten die Missio Canonica - Prälat Neumüller: „Es ist nicht schwierig, die Botschaft Gottes weiterzugeben“

88 Volksschullehrer erhielten die Missio Canonica - Prälat Neumüller: „Es ist nicht schwierig, die Botschaft Gottes weiterzugeben“

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(pdr) Der Ständige Vertreter des Diözesanadministrators, Prälat Michael Fuchs, und der Schulreferent der Diözese, Domkapitular Johannes Neumüller, verliehen im Rahmen einer Heiligen Messe in St. Albertus Magnus in Regenstauf/Spindlhof die Missio Canonica an Lehrer im Volksschulbereich. Die „Sendung“ erhielten 73 Lehramtsanwärter an Grund- und Hauptschulen, sieben Referendare von Förderschulen sowie fünf bereits seit längerer Zeit in der Schule tätige Lehrer, die nun zusätzlich das Fach Katholische Religionslehre unterrichten werden, und drei Religionslehrer im Kirchendienst.

In der katholischen Kirche beinhaltet die Missio Canonica die Beauftragung mit Verkündigungs- und Lehraufgaben als katholischer Lehrer an Schulen. Damit verbunden ist eine Unbedenklichkeitserklärung, die die jeweils zuständige kirchliche Instanz erteilt. Ehe der Lehrer die Mission Canonica erhält, gibt er das Versprechen ab, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche zu erteilen. Auch in der persönlichen Lebensführung sollen die Grundsätze der katholischen Kirche erfüllt werden. Die Aspiranten müssen getauft und gefirmt sein. Bei verheirateten Lehrern werden eine kirchliche Eheschließung und die katholische Taufe der Kinder vorausgesetzt.

Der Ständige Vertreter des Diözesanadministrators, Prälat Michael Fuchs, nahm den Lehrkräften das Versprechen ab, die Heilsbotschaft im Sinne der katholischen Kirche zu verkünden. Schließlich überreichte Prälat Fuchs, assistiert von Domkapitular Johannes Neumüller, die Missio-Urkunden an die Lehrer. Domkapitular Neumüller räumte in seiner Predigt ein, dass es schwierig sei, die Aufgabe der Verkündigung zu übernehmen. „Trotz aller Anstrengungen schwindet das Glaubensbewusstsein wie eine Weihrauchwolke. Die Kindergärten und die Schulen sind hierfür der Indikator“, sagte Prälat Neumüller. Die Kinder hätten oft keinen Bezug mehr zu Gott, eine logische Konsequenz aus einem Familienleben, das nicht mehr vom Glauben geprägt sei. Viele Religionslehrer empfänden den Unterricht als frustrierend und aussichtslos. Doch es sei nicht schwierig, die Botschaft Gottes weiterzugeben, sagte Prälat Neumüller.

„Gott spricht in einfachen Worten zu uns! Jesu Tun auf Erden, das sind Gleichnisse der Heilsbotschaft, die wir verkünden sollen“, sagte Neumüller. „Man muss sich jedoch zunächst selbst Jesu Wort anvertrauen, ehe man andere überzeugen will!“ Überall dort, wo sich Menschen für andere einsetzten, ohne einen Lohn zu erwarten, dort wirke Gottes Gnade, sagte der Domkapitular. Trotz allem jedoch werde es auch in der Nähe zu Gott immer wieder Zweifel geben. „Doch Gott kann uns auch als Sünder brauchen – das Werk der Gnade wird durch keine Schuld verstellt“, sagte Neumüller. Er sagte, dass der Dienst der Verkündigung mit der Missio Canonica an die Lehrer übertragen werde und riet den Lehrern: „Bei der Suche nach dem, was unser Leben trägt, müssen wir ihn, Gott, suchen. Wir müssen Zeugnis ablegen und dem Nächsten helfen – das macht das Elementare der Kirche aus!“ Er appellierte an die Lehrer, den Schülern die Heilsbotschaft zu verkünden. Dies gilt auch und gerade für die Zweifler, die Kritiker und die Unwissenden!“ Am Ende der Predigt verriet Domkapitular Neumüller den Lehrern ein „Dienstgeheimnis“: „Dienst und Lebensfreude schließen sich nicht aus! Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Verzicht sind wichtige Faktoren eines erfüllten Lebens.“



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