News Bild 77 Firmlinge empfangen in Hirschau das heilige Sakrament der Firmung

77 Firmlinge empfangen in Hirschau das heilige Sakrament der Firmung

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In der Hirschauer Stadtpfarrkirche feierten 77 junge Christen - 32 aus der Pfarrei Hirschau, 11 aus Ehenfeld, 28 aus Schnaittenbach und 8 aus Kemnath am Buchberg - ein großes Fest des Glaubens. Im Beisein ihrer Paten und Angehörigen spendete ihnen Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller das Sakrament der Firmung. Mit dem Firmspender versammelten sich Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann (Hirschau), Stadtpfarrer Josef Irlbacher (Schnaittenbach), Ruhestandspfarrer Konrad Kummer (Ehenfeld), Pfarrer Andrew Chalil (Kemnath a.B.) sowie die Diakone Richard Sellmeyer und Hermann Falk um den Altar.

Als Gastgeber drückte Pfarrer Bergmann die gemeinsame Freude darüber aus, zur Firmung den Oberhirten der Diözese begrüßen zu dürfen. Der Bischof sei einer der Nachfolger der Apostel. Mit ihm, der die Nähe zu Jesus erfahrbar werden lasse, sei man - wie einst die Jünger zusammen mit Maria im Abendmahlsaal - in Erwartung des Hl. Geistes im Gebet versammelt. In seiner Predigt bezeichnete Bischof Gerhard Ludwig den Firmtag als „ereignistiefen Tag und als großes markantes Ereignis auf dem Lebensweg“. Im Sakrament der Firmung werde die Gabe des Hl. Geistes empfangen. Das Ereignis sollte nicht auf der oberflächlichen, traditionalistischen Ebene der Gewohnheit, sondern viel tiefer aufgenommen werden. Mit dem Hl. Geist empfange man eine Kraft, die das ganze Leben hindurch trägt und hilft. Bis ans Ende des irdischen Lebens werde man von Jesus begleitet. Die Taufe, in der man das ewige göttliche Leben geschenkt bekomme, sei Voraussetzung für den Empfang des Firmsakramentes. Dieses sei in der Urkirche von Jerusalem herausgewachsen aus dem ganzen Ereignis des Heils. Die Jünger, die nach dem Pfingstereignis fliehen mussten, hätten nicht feige den Mund gehalten, sondern das Wort Gottes verkündet und den Getauften in Samarien den mesianischen Geist geschenkt.

Die Firmung sei die Brücke zwischen dem universalen Pfingstereignis zu den Menschen heute. Der Bischof komme bei der Firmung als Nachfolger der Apostel zu den Getauften. Er lege ihnen die Hand auf und zeichne auf ihre Stirn das Zeichen des Kreuzes mit Heiligem Chrisamöl. Mit dieser Handlung vermittle er den Geist Gottes. Wenn er den Firmling mit Namen anspreche, betone er damit die Einmaligkeit des Einzelnen. Wer von Gott beim Namen gerufen werde, könne von niemandem mehr in Frage gestellt werden und nicht mehr an sich zweifeln. Für Christen seien die Mitmenschen nicht Konkurrenten oder Feinde, sondern Brüder und Schwestern. Die Paten hätten ein wichtiges Amt. Der Oberhirte appellierte an sie, Interesse für die jungen Menschen zu entwickeln und für sie Zeit zu haben. Kindern könne nichts Besseres passieren, als eine unbeschwerte, nicht von den Erwachsenen problematisierte Kindheit. Kinder seien keine Belastung. Christen müssten sich kritisch vom Zeitgeist unterscheiden. Es sei „eine erbärmliche Vorstellung vom Sinn des Lebens, wenn man Kinder als Last oder Hindernis beim Genießen des eigenen Lebens verstehe“. Jeder Mensch sei ein Geschenk Gottes. Jugendliche seien nicht nur als spätere Rentenzahler interessant. Jeder trage die Bedeutung seines Lebens in sich selbst.

Mit den Worten „Empfange die Gabe Gottes, den Heiligen Geist" Bischof Müller zeichnete jedem Firmling mit dem Heiligen Chrisamöl ein Kreuz auf die Stirn. Mit dem gemeinsam gesungenen Schlusslied „Großer Gott, wir loben Dich“ fand der Festgottesdienst einen eindrucksvollen Abschluss. Stadtpfarrer Bergmann dankte dem Bischof für das große Geschenk, das er an die Gemeinde weitergegeben habe. Dank sagte er auch der Jugendschola mit ihrer Leiterin Gertrud Siegert und Iryna an der Orgel für die musikalische Gestaltung der Eucharistiefeier.



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