News Bild 75 Schülerinnen der Johanna-Decker-Schulen lernten England kennen
75 Schülerinnen der Johanna-Decker-Schulen lernten England kennen

Mit zwei Bussen auf die Insel

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Regensburg, 4. August 2022

An einem Sonntag Mitte Juni machten sich zwei Busse von den Dr.-Johanna-Decker-Schulen in Amberg aus auf den Weg. Mit 75 Schülerinnen und vier Lehrkräften an Bord war ihr Ziel das beschauliche Örtchen Bury St Edmunds, das in der englischen Grafschaft Suffolk nordöstlich von London liegt. Dort besuchten die Schülerinnen für fünf Tage die Bury Language School (BLS) und konnten ihr gesprochenes Englisch sowie die authentische Aussprache verbessern. Studiendirektor i. K. Peter Ringeisen berichtet von den Erlebnissen dieser reizvollen Sprachschulfahrt.

Trotz langer Fahrt – Die Englandwoche fing schnell an, Spaß zu machen

Über die lange dauernde Fahrt, die durch unglückliche Verzögerungen noch länger wurde, wollen wir den Mantel des Schweigens breiten. Doch mit der Ankunft bei den freundlichen Gastfamilien, mit dem strahlend blauen Himmel über dem roten Backsteingebäude, in dem die Schule untergebracht ist, und mit der motivierenden und netten Art der BLS-Lehrkräfte begann die Englandwoche schnell Spaß zu machen. Die Schülerinnen aus den drei achten Klassen der Realschule und dem neunten Jahrgang des Gymnasiums wurden nach den Ergebnissen des Eingangstests in leistungsmäßig etwas unterschiedlichen Gruppen aufgeteilt. Dort trafen sie auf einige italienische Sprachschülerinnen und -schüler sowie – im fortgeschrittenen Kurs – auf Sprachenlerner aus der Ukraine, aus Thailand und Jordanien.

In der Bury Language School konnten die Schülerinnen ihre authentische Aussprache verbessern.

Exkursionen garnierten den Sprachunterricht

Neben sprachlichen Übungen wurden die Schülerinnen am Montag gleich mit Hintergrundwissen für die erste Exkursion zur Universitätsstadt Cambridge versorgt. Der Tag schloss mit einer Erkundung des Stadtzentrums von Bury St Edmunds, das nicht nur durch seine Gepflegtheit und Sauberkeit punkten konnte, sondern auch durch die Vielfalt an Geschäften – vom kleinen Einzelhandelsladen bis zur modernen Shopping Mall. Außerdem hat der Ort etliche faszinierende historische Gebäude zu bieten, allen voran die Kathedrale, St Edmundsbury Cathedral, in den wunderschönen Abbey Gardens gelegen. Am Dienstagnachmittag fuhr die ganze Reisegruppe nach Cambridge und wurde in kleineren Gruppen durch die Stadt geführt, bevor die Schülerinnen in Vierer-Teams selbständig die Stadt erkunden durften.

Auf Exkursionen lernten die Schülerinnen Cambridge und London kennen.

Vom beschaulichen Örtchen in die pulsierende Weltstadt

Ein Highlight war die Exkursion nach London am Donnerstag. Die Busse brachten uns bis zur Anlegestelle „O2 Arena“ in Greenwich. Mit einem der PS-starken und flotten Boote der „Thames Clipper“-Linie fuhren wir direkt bis zu Big Ben, wo sich die Gruppen wieder aufteilten. Die BLS-Lehrkräfte führten sie zu berühmten Sehenswürdigkeiten wie der Westminster Abbey, dem Buckingham Palace oder dem Trafalgar Square. Nach dem Besuch des Piccadilly Circus bzw. des Leicester Square standen 90 Minuten zur freien Verfügung – ein Zeitraum, der sich für die meisten als zu kurz herausstellte. – Der Eindruck von London als einer pulsierenden Weltstadt, die einen viel längeren Besuch wert ist, hat sich jedoch sicher eingeprägt.

Nicht nur den Schülerinnen gefiel es in Bury St Edmunds. Auch die Lehrer hatten sichtlich ihre Freude.

Cricket, Rugby oder Zumba

Mit einer Einheit „British Sports“ nach dem Unterricht fand die Woche ihren Abschluss. Hier konnten sich die Schülerinnen in drei Gruppen jeweils mit Cricket, Rugby oder Zumba beschäftigen – eine sehr gute Gelegenheit, sich körperlich auszutoben und dabei auch noch etwas über typisch englische Sportlichkeit zu erfahren. Die Busfahrer brachten uns schließlich alle wieder gut nach Amberg zurück – mit guten Erinnerungen, vor allem an die netten Gastfamilien und so manche englische Formulierung, die nun ganz automatisch über die Lippen geht.

Text: Peter Ringeisen/Armin Hofbauer

Fotos: Peter Ringeisen

Weitere Infos

Dr.-Johanna-Decker-Schulen

Die Amberger Dr.-Johanna-Decker-Schulen wurden im November 1839 durch Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, der Gründerin der Armen Schulschwestern, ins Leben gerufen. Seit 2005 befinden sie sich in der Trägerschaft der Schulstiftung der Diözese Regensburg.