News Bild 600 Gläubige feiern mit Bischof Gerhard Ludwig Müller Festgottesdienst zum 650-jährigen Bestehen der Amberger Stadtpfarrkirche St. Georg - Pfarrkirche St. Georg immer „Mittelpunkt und Bezugspunkt für die Gemeinschaft“

600 Gläubige feiern mit Bischof Gerhard Ludwig Müller Festgottesdienst zum 650-jährigen Bestehen der Amberger Stadtpfarrkirche St. Georg - Pfarrkirche St. Georg immer „Mittelpunkt und Bezugspunkt für die Gemeinschaft“

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Bis ins Jahr 1359 geht in Amberg die Geschichte der Stadtpfarrkirche St. Georg zurück. Drei Tage nach dem Gedenktag des Heiligen Georg (23. April) feierten Hunderte Gläubige mit Bischof Gerhard Ludwig in eben diesem Gotteshaus den Festgottesdienst zum Jubiläum. Im Anschluss pflanzte der Regensburger Oberhirte im Pfarrgarten eine Weinrebe der Sorte „Georg“.

In seiner Predigt ging Bischof Gerhard Ludwig Müller auf die Einbettung des Menschen in bestimmte Epochen und auch Glaubenserfahrungen ein. Dabei erläuterte er unter anderem die in diesen Tagen wiederkehrenden Ereignisse vor 200 Jahren, als Napoleon auch nach Regensburg kam und bei seinem Feldzug viel Leid verursachte. „Wir als Kirche erinnern an den damaligen Dompfarrer Georg Michael Wittmann und damit an die Zuwendung zum Nächsten“, hob der Bischof die christlichen Aspekte dieser Gedenktage hervor. Nächstenliebe ist wichtiger als Feldherrenruhm.

Er nannte auch das mutige Handeln vor allem Amberger Frauen im Jahr 1941, die erreichten, dass die Kreuze nach dem Kruzifixverbot wieder aufgehängt werden durften. „So sollen auch wir uns heute in der von Materialismus, Aufklärung und Rationalismus geprägten Zeit zu Jesus Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn, bekennen“, ermunterte er die rund 600 Gottesdienstbesucher.

Die beim Jubiläum im Zentrum stehende Pfarrkirche St. Georg sei immer „Mittelpunkt und Bezugspunkt für die Gemeinschaft“ gewesen. In dieser seien über viele Generationen hinweg den Gläubigen - vom Kind bis zum kranken und alten Menschen - die Sakramente gespendet worden, in denen sich die Verbindung zwischen Gott und dem Menschen in besonderer Weise ausdrückt. Für Bischof Müller geht es bei der Feier des Jubiläums nicht nur darum, Rückschau zu halten, „sondern uns von der Geschichte des Christentums bewegen zu lassen und zu bedenken, dass es für die Kirche immer ein Auf und Ab gegeben hat.“

Daher gelte es, „fest im Glauben zu stehen, sich an Jesus Christus zu halten. So können wir alle Zweifel, Anfechtungen und Sorgen überwinden.“ Und mit Blick auf die Zukunft appellierte er an die Gläubigen: „Halten wir uns an Jesus, dann gehen wir einen guten Weg in der Gegenwart und in die Zukunft hinein!“

Zusammen mit Stadtpfarrer Markus Brunner und Ambergs Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer pflanzte Bischof Gerhard Ludwig Müller nach dem Festgottesdienst im Pfarrgarten zur Erinnerung an den Festtag eine Weinrebe der Sorte „Georg“.