News Bild 50 Jahre Malteser Hilfsdienst in der Diözese Regensburg - „Engel für die Mitmenschen sein“ – Pontifikalmesse mit Bischof Gerhard Ludwig Müller

50 Jahre Malteser Hilfsdienst in der Diözese Regensburg - „Engel für die Mitmenschen sein“ – Pontifikalmesse mit Bischof Gerhard Ludwig Müller

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Vor 50 Jahren, am 1. April 1960, nahm der Malteser Hilfsdienst in der Diözese Regensburg seine Tätigkeit auf. Unter dem Eindruck des durch den Zweiten Weltkrieg verursachten Elends begann der Hilfsdienst damals, die Bevölkerung flächendeckend in Erster Hilfe auszubilden. Auch wenn sich die praktische Arbeit der Helfer und Helferinnen im Laufe der vergangenen Jahrzehnte erheblich gewandelt hat, ist der Leitsatz des Malteser Ordens „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ nach wie vor hochaktuell und Motivation und Grundlage für die heutige Ausgestaltung des Gebots der praktizierten Nächstenliebe. Das nun 50-jährige Wirken der Malteser-Helferinnen und -Helfer am Nächsten gab Anlass am 2. Oktober, dem Schutzengelfest, einen Festakt zu veranstalten. Zu Beginn feierten die Malteser mit Gerhard Ludwig Müller ein Pontifikalamt in der Wallfahrtskirche Mariaort.

Bischof Gerhard Ludwig wurde bei seinem Einzug durch die Konzelebranten Diözesancaritasdirektor und Diözesanseelsorger Monsignore Bernhard Piendl, Prälat Walter Siegert, Prälat Heinrich Wachter und Pfarrer Hans Bock begleitet. Den Zelebranten folgten Mitglieder des Malteser Ordens in festlicher Kukulle sowie die Bannerabordnungen der örtlichen Malteser Gliederungen. In seiner Predigt ging der Regensburger Bischof insbesondere auf die tätige Nächstenliebe ein und verwies auf die Ähnlichkeit der Rolle der Engel und der helfenden Menschen. Er forderte die Maltesergemeinde auf, Engel für die Mitmenschen zu sein, Begleiter, die anderen Mut machen, helfen und zur Seite stehen. „Das Erste, was uns bestimmt ist, ist es, aus dem Geiste Christi heraus Helfer, Begleiter und Beschützer zu sein“, sagte Bischof Müller und verwies auf das Matthäusevangelium 25,31, wo es heißt: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Ein ergreifender Augenblick war es, als Bischof Gerhard Ludwig die neue Malteser-Fahne, versehen u.a. mit dem Bild des Bistumspatrons, des heiligen Wolfgang, segnete.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Empfang auf Gut Grafenried statt, zu dem Diözesanleiter Dr. Rainer Tichy die Geistlichen und zahlreiche Vertreter aus der Kommunalpolitik und der dem Malteser Hilfsdienst nahestehenden Behörden und Organisationen begrüßte. Der Präsident des Malteser Hilfsdiensts in Deutschland, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, zeigte sich in seinem Grußwort sehr erfreut über die 50 Jahre des Wirkens der Malteser im Bistum Regensburg. „Es gäbe keinen schöneren Weg in den Himmel als durch die Arbeit bei den Maltesern“, so der Leiter des Malteser Hilfsdienstes. Der Bezirkstagspräsident der Oberpfalz, Franz Löffler, und der Regionalvorstand der Johanniter Unfallhilfe, Martin Steinkirchner, gratulierten ebenfalls. Staatssekretär Markus Sackmann hob in seiner Festrede die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor.
Anlässlich des Jubiläums nahm Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin einige Auszeichnungen herausragender Malteser vor. Caritasdirektor Msgr. Bernhard Piendl wurde für seine Verdienste als Diözesanseelsorger mit dem Verdienstkreuz des Malteserordens „pro piis meritis“, Diözesanleiter Dr. Rainer Tichy mit dem Verdienstkreuz „pro merito melitensi“ ausgezeichnet.

Zum Abschluss der Veranstaltung segnete Bischof Gerhard Ludwig außerdem zwei Hilfstransporte, die anlässlich des Jubiläums mit Hilfsgütern zur Unterstützung der Arbeit einer polnischen sowie einer ungarischen Malteser-Partnergruppe entsandt wurden.