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400 Gläubige bei Pontifikalamt in Straubing anlässlich des Fatima-Tags

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(pdr) Über 400 Gläubige feierten am Freitagabend mit Bischof Gerhard Ludwig Müller in der Basilika St. Jakob in Straubing anlässlich des Fatima-Tags ein Pontifikalamt. Es ist eine lange Tradition, in der Pfarrkirche St. Jakob in Straubing am Fatima-Tag jeweils einen Rosenkranz und eine heilige Messe zu Ehren der Mutter Gottes von Fatima mit anschließender Lichterprozession zu feiern.

In seiner Predigt nahm der Bischof Bezug auf die aktuelle Diskussion um die Piusbruderschaft. Zum einen werde dem Papst vorgeworfen, er sei ein Modernist, da er sich zum Zweiten Vatikanischen Konzil bekenne. Von anderer Seite käme der Vorwurf, er wäre ein Traditionalist, da er die Exkommunikation von den vier illegal geweihten Bischöfen der Piusbruderschaft zurückgenommen habe. „Da fragen wir uns, die wir katholisch sind: Was bedeutet es, katholisch zu sein?“ Als Katholiken müssten wir uns bewusst sein, dass wir „auf Jesus Christus getauft sind und somit zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche gehören“, betonte der Bischof, „nicht zu einer konservativen oder progressiven Richtung“.

Um den richtigen Kurs zu halten, empfahl der Regensburger Oberhirte, brauche man immer zwei Orientierungspunkte. Der große Theologe Hans Urs von Balthasar gebe da den richtigen Hinweis: das marianische Prinzip und das petrinische Prinzip, das der Kirche zugrunde liege. „Von Maria können wir lernen mit gläubigen Augen auf den Herrn zu schauen, da wir alle Söhne und Töchter Gottes sind. Maria lehrt uns, was katholisch ist,“ fasste Bischof Gerhard Ludwig zusammen.
Petrus und seine Nachfolger, die Päpste, sind das sichtbare Prinzip der Einheit der Kirche „Sonst würde die Kirche auseinanderdriften wie die Schollen eines Eisbergs.“ Neben der Annahme des Glaubensbekenntnisses und der Feier der Sakramente gehöre es eben auch zum Katholisch-Sein, sich den Hirten anzuvertrauen, die uns „führen auf die Weide des Lebens“, so der Bischof.

Der Papst, die Bischöfe und Priester sind mit der Vollmacht Jesu ausgestattet, Christus ist in ihnen präsent. Daher sollten sich die Gläubigen von der aktuellen Situation nicht durcheinanderbringen lassen und treu zum Nachfolger des Apostels Petrus stehen, rief der Bischof der Gemeinde zu.