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40 Stunden mit Jesus – hautnah! – Prayerfestival in Teunz

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Etwa 200 Jugendliche und Erwachsene aus der ganzen Diözese Regensburg erlebten an diesem Wochenende Gebete, Gespräche, Lobpreisungen und Bekenntnisse und schlugen in der Grundschule Teunz ihr Lager auf. Sie machten die Turnhalle zu ihrem gläubigen Treffpunkt und konnten Kirche und Gebet intensiv erleben. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen interessieren sich für Gott, mehr noch als vielleicht andere und wollen sich ein Wochenende lang mit Gleichgesinnten treffen und feiern. Auch Firmlinge aus der Pfarrgemeinde sind dabei und lassen sich einbinden. "Erlebe 40 Stunden mit Jesus - hautnah!" stand auf der Einladung zum zweiten Prayerfestival in der Teunzer Grundschule, das von Freitag, 29. März bis Sonntag, 31. März von der Regensburger "Jugend 2000" der Diözese organisiert und mustergültig vorbereitet wurde. Das Thema lautete: "Erfülle unser Herz".

Herz ist die geistige Mitte des Menschen

Etwa 60 Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene trafen sich am Freitagabend zur Auftaktveranstaltung mit einem gemeinsamen Abendessen, bevor Pfarrer Monsignore Dr. Johann Tauer zum Impuls "Unsichtbar und doch hautnah" in die Turnhalle einlud. Beim anschließenden Jugendgottesdienst mit der temperamentvollen Band "Jugend 2000"  unter Leitung von Annemarie Rupprecht aus Unternankau aus der Pfarrei Leuchtenberg feierten die Teilnehmer mit Pfarrer Herbert Rösl und Kaplan William Akkala aus der Pfarrei Teunz sowie Monsignore Tauer einen berührenden Jugendgottesdienst. Das Herz eines Menschen könne man aus den verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Ein Mediziner würde sagen, das Herz ist das wichtigste Organ eines Menschen der einen Muskel darstellt, der sich immer wieder zusammenzieht und öffnet, das Blut durch unsere Adern pumpt. Ein Liebender oder ein Kind äußert sich über das Herz ganz unterschiedlich. Die Heilige Schrift definiere den Blick folgendermaßen: "Das Herz gilt als die geistige Mitte des Menschen, als Sitz seiner Gedanken und seiner Willensregungen und seines Gemütslebens mit Traurigkeit, Trübsal, Freude, Angst, Hass und seines Gewissens", führte der Geistliche aus.

"Jugend 2000" ist wie eine zweite Familie

Kraft schöpfen und die super Stimmung des Prayerfestivals einfangen wollte die 22-jährige Verena Weideneder aus Moosburg an der Isar. Die Sehnsucht nach dem Glauben der in die Tiefe gehe, führe sie immer wieder zu derartigen Veranstaltungen. "Für mich ist es ein Ausgleich zum Alltag aus dem man Kraft schöpfen kann." Die "Jugend 2000" ist für sie wie eine zweite Familie. Vom Glauben überzeugt ist auch Veronika Schöndorf aus Maxhütte-Haidhof (20 Jahre). Sie sei von ihren Eltern gläubig erzogen worden und so im Glauben gefestigt. "Durch die Prayerfestivals wird die Beziehung zu Gott noch intensiviert." Das Angebot der Ortsnähe war für Franziska (48) und Verena (17) Scheuerer, Mutter und Tochter aus Oberviechtach Grund, sich beim Prayerfestival umzusehen. Ein regelrechter Prayerfestival-Experte scheint dagegen der 21-jährige Tobias Schlosser aus Maxhütte-Haidhof zu sein. "Ich finde die unterschiedlichsten Angebote sehr interessant, die mich im Glauben stärken."

Die Teilnehmer erlebten kraftspendende Anbetungs-, Gesprächs- und Beichtzeiten in einer familiären Atmosphäre. Gebetet wird bei den Prayerfestivals, die zweimal jährlich stattfinden, mal still, mal laut, mal mit Gesang. Die Moderation dieser Tage übernahm Martin Ehrenreich aus Klardorf, der sein coolstes Erlebnis beim Weltjugendtag in Krakau erlebte. Sein größter Traum wäre: "Ein neuer, umfassender und anhaltender Aufbruch in der Kirche." Ebenfalls Moderatorin war  Sophia Zech aus Donaustauf,  die immer wieder erstaunt ist, wie liebevoll sie Gott erfahren darf. Sie würde sich insbesondere eine neue Generation an Heiligen wünschen. Bei einem Kreativ-Workshop gestalteten die Teilnehmer zum Thema "Erfülle unser Herz" Sichtbares aus Holz, Wolle und Nägeln oder wer lieber sportlich unterwegs war, konnte sich bei Fußball oder Volleyball auf dem Schulgelände auspowern.

Beten, sich berühren lassen und nach dem Vorbild Jesu leben

Schwester Judith ist seit zehn Jahren als Apostolische Schwester in der Familie Mariens beheimatet und versicherte: "Gott hat einen Liebesplan für dich - entdecke ihn!" Sie beantwortete Fragen zur Beziehung, Partnerschaft und Ordensleben. "Wie finde ich meinen Platz im Leben?" Schwester Judith war selbst in den Anfangsjahren bei "Jugend 2000" aktiv und teilte so den Festival-Teilnehmern ihre Erfahrungen mit. Für Fragen zu Glauben und Kirche diskutierte Pfarrer Herbert Rösl mit den jungen Christen. "Bei derartigen Veranstaltungen oder Weltjugendtagen ist Gebet oft schön und leicht, doch im Alltag ist es immer wieder ein Kampf, eine Überwindung, wird vergessen...", meinte Pater Martin Baranowski (Legionär Christi). Er versuchte mit den jungen Christen darüber zu sprechen, wie Gebet nicht langweilig sondern spannend und erfüllend werden und wie Gebet konkret im Alltag aussehen kann. "Wie kann ich im Gebet wachsen?" Höhepunkt des Prayerfestivals war der "Abend der Barmherzigkeit" und am Sonntag der Festgottesdienst in der Teunzer Pfarrkirche. Vor allem den Einzelsegen mit der Monstranz und dem Allerheiligsten schätzen die Teilnehmer und machen den christlichen Akt zu einem ganz intensiven Erlebnis.

Am Sonntagmittag bestand für die Teilnehmer noch einmal die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Mittagessen auszutauschen.  Die Bewegung "Jugend 2000" ist aus den Weltjugendtagen heraus entstanden und hat sich zur Aufgabe gemacht, den Glauben im Alltag zu leben und die Mitmenschen dafür zu begeistern. Sprecher Simon Rupprecht aus Steinberg am See zeigte sich zufrieden über den Verlauf des zweiten Prayerfestivals in Teunz. "Beten, sich berühren lassen und nach dem Vorbild Jesu leben" - das ist die Intention der katholischen Jugendbewegung. Dazu gehört auch die Verehrung der Mutter Gottes nach der Devise: "Mit Maria zu Gott."