News Bild 200 Jahre nach der Beschießung Regensburgs Ausstellung über Helferbischof eröffnet - „Wir sind stolz auf Bischof Wittmann und seine Gefährten“

200 Jahre nach der Beschießung Regensburgs Ausstellung über Helferbischof eröffnet - „Wir sind stolz auf Bischof Wittmann und seine Gefährten“

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In Anwesenheit von rund 200 Personen und Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller wurde am Dienstagabend in St. Ulrich in Regensburg die Ausstellung „Dompfarrer Wittmann als Nothelfer im Feuersturm von Regensburg“ eröffnet. Anlass für die Ausstellung ist die Beschießung Regensburgs durch die Truppen Napoleons vor 200 Jahren. Zusammen mit dem damaligen Subregens der Priesterseminars, Johann Nepomuk Ring (1772-1814), und dem Pfarrvikar von Niedermünster, Pater Fulgentius Kleiber (1773-1831), rettete Dompfarrer Georg Michael Wittmann (1761-1833) im brennenden Regensburg unter Einsatz des Lebens viele Verwundete. Dabei wurde nicht zwischen Freund und Feind unterschieden. Gegen Ende seines Lebens wurde Weihbischof Wittmann zum Bischof von Regensburg ernannt, starb aber noch im Jahr 1833 wenige Wochen vor der Amtsübernahme.
In seiner Ansprache sprach sich Bischof Gerhard Ludwig Müller gegen Tendenzen aus, aus Napoleon Bonaparte und seinem Wirken einen Mythos zu machen. „Wir als Christen haben einen anderen Zugang zu Menschen, die auf solche Weise scheinbar Geschichte machen“, so Bischof Gerhard Ludwig. Krieg und Gewalt gehörten gemäß dem christlichen Menschenbild zur alten Welt der Sünde, die Gott durch seine Liebe überwunden hat. „Wir sind froh und stolz auf Bischof Wittmann und seine Gefährten.“ Der Bischof sprach sich außerdem dafür aus, den heroischen Bischof und seine Helfer nicht nur im Rückblick der Geschichte, sondern vor allem als Vorbilder für heute zu sehen. Als sozialkritische Gestalten sollten sie als Ansporn dienen in einer Welt, in der viele Staatenlenker weiterhin auf Aufrüstung und nicht auf den Ausbau von Bildung und sozialen Ausgleich setzen.
Prof. Ludwig Mödl, Spiritual am Herzoglichen Georgianum in München, hatte zuvor Bischof Wittmanns Wirken geschichtlich eingeordnet und auf sein Priestertum bezogen. Er erinnerte daran, dass der Regensburger Bischof ein unermüdlicher Helfer der Armen war und in den Kriegszeiten die Lazarette besuchte. „Jede geistige Enge lehnte der sonst so kirchentreue Wittmann ab“, so Mödl: „Er war ein wahrhafter Repräsentant der Kirche Christi, wie ihn die Kirche in der ordenslosen Zeit brauchte.“ Prof. Mödl sprach sich dafür aus, den Seligsprechungsprozess für Wittmann rasch voranzubringen.



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