News Bild 20 Jahre Gebetsabend des Katholischen Frauenbundes

20 Jahre Gebetsabend des Katholischen Frauenbundes

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(pdr) Vor 20 Jahren initiierte der Katholische Frauenbund Mähring aus der damaligen Situation heraus Gebetsabende für Frieden und Freiheit. Während der Sommermonate sollte im Bezirk Tirschenreuth des Katholischen Frauenbundes jeweils in einer anderen grenznahen Kirche ein entsprechender Gebetsabend gefeiert werden. Die verschiedenen Zweigvereine des Katholischen Frauenbundes im Bezirk nahmen diese Idee begeistert auf. Auch jetzt, nach zwei Jahrzehnten und veränderter Grenzsituation, erfreuen sich die Gebetsabende immer noch regen Zuspruchs. Bereits der 110. Gebetsabend für Glaubensfreiheit und Frieden fand kürzlich am Ausgangspunkt der Aktion, in der Pfarrkirche Mähring, statt. Die Frauenbundmitglieder aus dem gesamten Bezirk Tirschenreuth hatten sich sehr zahlreich zum Jubiläums-Gebetsabend dort eingefunden.
Eigens zu diesem Doppeljubiläum war auch Diözesanbeirat Dr. Hermann Riedl aus Regensburg gekommen, der mit Ortspfarrer Ludwig Steinhauser, Pfarrer Reinhard Forster aus Falkenberg und Pfarrer Siegfried Wölfel aus Weiden den Gottesdienst zelebrierte. In seiner Predigt stellte er heraus, dass trotz des Falls des „Eisernen Vorhangs“ die Gebetsabende noch immer von großer Wichtigkeit seien. Zwar könnten die Menschen im ehemaligen Ostblock jetzt ihren Glauben frei ausüben, doch sei dies in großen Teilen der Welt nicht selbstverständlich.

Bezugnehmend auf jüngste Ereignisse in China verdeutlichte er die Situation. Ein chinesischer, 73-jähriger Bischof sei inhaftiert worden, weil er versucht hatte, einen Brief von Papst Benedikt XVI. in seinem Bistum zu verbreiten. Der Inhalt des Briefes hatte die angeprangert, dass es in China keine Religionsfreiheit für Katholiken gibt. Der chinesische Untergrundbischof habe mehr als 20 Jahre im Gefängnis verbracht und sei ständig unter Beobachtung gestanden. Selbst die Türkei erkenne die katholische Kirche nicht offiziell an und unterdrücke die Christen. „Als Kirche dürfen wir dort nicht existieren, nur auf Basis des Vereinswesens!“

Der türkische Staat sei bereits von der Organisation „Kirche in Not“ aufgefordert worden, Religionsfreiheit auf westlichem Niveau zu schaffen. „Glauben nicht in Freiheit praktizieren zu können ist ein Kreuz!“, sagte Dr. Riedl. Zu verändern sei dies nicht so schnell, aber dafür zu beten, dass die Betroffenen am persönlichen Kreuz nicht verzweifeln, sei eine große Unterstützung.