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150 Jahre Ausstellungen in St. Ulrich

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(pdr) Vor 150 Jahren wurde in St. Ulrich neben dem Hohen Dom St. Peter in Regensburg die erste Ausstellung sakraler Kunst gezeigt. Fünf bayerische und fünf böhmische Künstlerinnen und Künstler begegnen nun in der aktuellen Jubiläumsausstellung mit ihren zeitgenössischen Arbeiten den Kunstwerken aus Antike, Mittelalter, Barock und 19. Jahrhundert.

Skulpturen, Installationen und Gemälde zeigen Alois Achatz, Karl Aichinger, Ursula Merker, Johanna Obermüller und Alois Öllinger sowie Patrik Hábl, Libor Kaláb, Anna Kocourková, Eliška Pokomá und Dr. Karel Rechlík. Die Präsentation „Dialog 8“ schlägt Brücken zwischen Kirche und Kunst, Geschichte und Gegenwart, Bayern und Böhmen.

1854 gründeten der Regensburger Bischof Valentin von Riedel (1842-1857) und der Mettener Abt Gregor Scherr (von 1856-1877 Erzbischof von München und Freising) den Kirchlichen Kunstverein für das Bistum Regensburg mit Sitz in Kloster Metten. Drei Jahre später anlässlich der Zweiten Generalversammlung der Diözesan-Kunstvereine in Regensburg vom 15. bis 17. September 1857 organisierten die beiden kunsthistorisch interessierten Priester Franz Bock (Aachen) und Georg Jakob (Regensburg) eine über 200 Exponate umfassende Ausstellung in der profanierten Ulrichskirche zum Thema „Die mittelalterliche Kunst in ihrer Anwendung zu liturgischen Zwecken“. Die Besichtigung der Ausstellung wurde damals am 16. September um 11 Uhr angesetzt. Der Katalog stellt in kurzen Beschreibungen die Werke der Skulptur (Statuen, Reliefs, Geräte), Gemälde (Tafelgemälde, Miniaturen, Handzeichnungen und Aquarelle, Dombaurisse) sowie Paramente vor. Unter der Grafik waren auch zeitgenössische Werke wie Aquarelle von Friedrich Eibner von 1853 vertreten.

Nach 150 Jahren ist diese bedeutende religiöse Kunstschau Anlass, mit zeitgenössischen Künstlern aus Bayern und Böhmen zu reagieren. Jeweils fünf bayerische und tschechische Maler und Bildhauer setzen sich mit ihren Arbeiten mit dem historisch gewachsenen Bestand der Kunstsammlungen des Bistums vom hohen Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert auseinander. Reizvoll erscheint dies insbesondere bei der Gegenüberstellung der Künstler diesseits und jenseits den Böhmerwaldes.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, 21. September, um 11 Uhr im Diözesanmuseum St. Ulrich, Domplatz 2, statt. Das Museum ist bis zum 4. November 2007 täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.