News Bild 1000 Jahre urkundliche Erhebung der Ortschaft Griesbach – Gott ist der Ursprung und Gott ist unser Ziel

1000 Jahre urkundliche Erhebung der Ortschaft Griesbach – Gott ist der Ursprung und Gott ist unser Ziel

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„Wo der Bischof ist, ist wahrhaft die Kirche“ zitierte Pfarrer Josef Blasinski in Griesbach den Heiligen Augustinus zur Begrüßung von Bischof Gerhard Ludwig. Der Oberhirte der Diözese Regensburg war am Sonntag in die Pfarrei Sankt Georg in Griesbach, im malerischen Vilstal zwischen der Stadt Dingolfing und dem Markt Reisbach gekommen. Hier feierte er mit den Gläubigen der 1000-Seelen-Gemeinde mit einem Pontifikalgottesdienst die erste urkundliche Erhebung der Ortschaft vor 1000 Jahren. Wehende blau-weiße Fahnen an den Häusern der Ortschaft, ein Spalier mit Fahnenabordnungen der Ortsvereine und herzliche Begrüßungsworte sorgten für einen schönen Empfang. Festlich geschmückt dann auch das altehrwürdige Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert, indem als sichtbares Zeichen, dass der Bischof als Nachfolger der Apostel in der Pfarrkirche weilt, alle zwölf Kerzen der Apostelleuchter angezündet wurden. In seiner Predigt drückte Bischof Gerhard Ludwig Müller seine Freude darüber aus, diese erste urkundliche Erwähnung vor 1000 Jahren gemeinsam feiern zu dürfen.

Sicher sei, dass auch vorher schon Menschen hier gelebt und geglaubt haben. Er hielt einen kleinen Rückblick, was an Geschichtlichem aus dieser Zeit überliefert ist. Dabei erinnerte er an Kaiser Heinrich II. und an den Diözesanpatron, den Heiligen Wolfgang, und ihr Wirken. Viel habe sich seit dieser Zeit geändert, in der Wirtschaft oder auch in der Kommunikation. Wenn man allein an eMails und Facebook denke, mit der spontan die ganze Welt erreicht werde, oder die Uhrumstellung zentral von Frankfurt aus in dieser Nacht von der Sommerzeit zur Normalzeit, sei dies für die damalige Generation unvorstellbar gewesen. „Aber das Ursprüngliche ist gleich geblieben“ betonte der Regensburger Oberhirte und verwies auf das Geschenk der Mutterschaft und der Elternliebe zu ihren Kindern. Immer noch stelle sich die stets aktuelle Frage des Menschseins mit all seinen Freuden und Leiden „woher kommen wir, wohin gehen wir“. Darauf könne nur der Gott der Liebe Antwort geben. Im katholischen Glauben werde bekannt: „Wir glauben und bekennen, dass Gott der Allmächtige uns Menschen erschaffen hat“. Dieser Glaube an Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist begleite uns auf der Pilgerschaft des Lebens, um später, nach den Pflichten des Lebens, einzugehen in das Ewige Leben. Ein starkes Plädoyer hielt er dafür, seine Talente nicht zu vergraben, sondern mit ihnen zu werken und zu arbeiten. Gleichzeitig warnte er davor, das „Unkraut des Misstrauens“, das der Feind sät und zerstörerisch wirkt, nicht wachsen zu lassen. Einen Festtag wie diese urkundliche Erwähnung vor 1000 Jahren, könne man als Gemeinde zum Anlass der Buße und der Erneuerung nehmen. „Identifizieren Sie sich mit der Kirche, denn Kirche ist uns Heimat“ rief der Bischof den Gläubigen zu. Kirche sei die Mutter des Glaubens, die Familie, in der sich die Kinder zusammenfinden zum gemeinsamen Glauben. So sei es vor 1000 Jahren gewesen und so solle es auch jetzt sein. „Scharen wir uns wie die Vorfahren ganz eng um Jesus Christus“, so der abschließende Apell. In Oberhausen wurde am Nachmittag eine gemeinsame Andacht mit dem Oberhirten gefeiert. Dabei segnete er alle Kinder einzeln, die aus Englmannsberg, Griesbach und Oberhausen mit ihren Familien gekommen waren.