News Bild 10 Jahre vorbildliches Engagement in der Ausbildung benachteiligter Jugendlicher

10 Jahre vorbildliches Engagement in der Ausbildung benachteiligter Jugendlicher

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Betriebe, die sich um die Belange benachteiligter oder behinderter Jugendlicher verdient machen und diesen durch eine qualifizierte Ausbildung den Einstieg in das Berufsleben ermöglichen, leisten einen wertvollen Beitrag für die Teilhabe junger Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft. Dies anerkennt die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. (KJF) mit der Verleihung des Preises für den "Ausbildungsfreundlichen Betrieb" in diesem Jahr bereits zum dritten Mal. Auch heuer verleiht H.H. Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller, Schirmherr des Preises, diese Auszeichnung. Preisträger ist das Berufsbildungszentrum Regen, in Trägerschaft der Kolpingfamilie Regen e.V..

Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller empfing Norbert Loibl, Gesamtleiter des Berufsbildungszentrums Regen, Heinz Degen, 1. Vorsitzender der Kolpingfamilie Regen e.V., und Josef Ederer, Präses der Kolpingfamilie Regen e.V., persönlich im Bischöflichen Ordinariat zur Preisverleihung. "Seit Gründung der Privaten Berufsschule zur individuellen Lernförderung vor etwa 10 Jahren ist die Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und dem Kolpingwerk Regen hervorragend", so der Bischof. "Aktuell werden etwa 60 Auszubildende aus unserer Schule in Plattling bei ihnen ausgebildet und gefördert. In der Regel können alle von ihnen anschließend in den Beruf einsteigen", anerkannte Bischof Gerhard Ludwig die Leistung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Berufsbildungszentrum.

„Das ist ein großartiges Ergebnis!“ so der Bischof. In der Tat sind es über 300 junge benachteiligte Menschen oder Jugendliche mit Behinderung, denen die Ausbildungseinrichtung einen guten Start in das Berufsleben ermöglichte. Was aus ihnen geworden ist? Sie wurden zu qualifizierten Gartenbaufachwerkern, Holzfachwerkern und Beiköchen ausgebildet. Diese über die Jahre hinweg großen Erfolge dürfen zu Recht honoriert werden, befand Hermann Langgartner, Einrichtungsleiter der Berufsschule St. Erhard der KJF in Plattling, und reichte seinen Vorschlag für die Nominierung des Preisträgers ein. Er blickt auf die 10-jährige Kooperation mit dem Berufsbildungszentrum mit Zufriedenheit zurück. "Wir pflegen intensive und gute Kontakte untereinander. Abstimmung, Zusammenarbeit – das ist alles einwandfrei", so Langgartner.

Die Ansprechpartner in Schule und Ausbildung arbeiten vertrauensvoll und eng zusammen. Die Ausbildungsleiter und Pädagogen könnten sich jederzeit mit den Lehrern in der Schule austauschen. "Es läuft bestens", fasste Hermann Langgartner knapp zusammen. Michael Eibl, Direktor der Katholischen Jugendfürsorge, stellte die Bedeutung des Preises heraus. Die Anerkennung vorbildlicher Leistungen im Bereich der Beruflichen Integration junger Menschen mit Behinderung sei ein guter Weg, um in Zukunft vermehrt Arbeitgeber zu gewinnen, die sich engagieren wollen. Die Katholische Jugendfürsorge fördert aktuell 1.800 Jugendliche und arbeitet mit annähernd 500 Betrieben zusammen. Bischof Gerhard Ludwig machte deutlich, wie viele Partner bei der Förderung, Bildung und Ausbildung benachteiligter junger Menschen Hand in Hand gehen müssen, um jungen Menschen das notwendige Rüstzeug für die Herausforderungen des Berufslebens, aber auch der Gesellschaft, mit auf den Weg zu geben. „Gerne habe ich die Schirmherrschaft für diesen Preis übernommen, um zu verdeutlichen, wie wichtig unserer Kirche die Förderung und Ausbildung aller jungen Menschen ist“, so der Bischof in seiner Laudatio.

Einen guten Weg weisen
Das scheint die kleine Bronzestatue anzubieten, die der Bischof überreicht. Ein Meister, der seine Lehrlinge auf der Schwelle ins Berufsleben empfängt. Jeder ist eingeladen, wird begleitet auf seinem Weg. Norbert Loibl, Josef Ederer und Heinz Degen nahmen den Preis mit großer Freude in Empfang. „Wir haben das gleiche Ziel“, sagte Loibl, „wir wollen benachteiligten Jugendlichen gute Chancen mit auf den Weg in ein erfülltes Berufsleben geben.“ Für den Deggendorfer Raum nimmt das Ausbildungszentrum eine wichtige Position ein. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in Deggendorf, können im Berufsbildungszentrum jährlich etwa 120 junge Menschen gefördert und ausgebildet werden. Sowohl Förderlehrgänge im Bereich der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen als auch die Ausbildungen werden von der Agentur gefördert. „Bei der Gelegenheit möchte ich mich auch bei Barbara Breese, Leiterin der Agentur für Arbeit in Deggendorf, für die Unterstützung und jahrelange gute Kooperation bedanken“, so Loibl anlässlich der Preisverleihung.

Das Ausbildungszentrum bildet in 14 Ausbildungsrichtungen aus, alle Lehrlinge absolvieren den Führerschein – das gehört zu einem guten Abschluss dazu, erklärte Loibl. In den Bereichen Metall, Bau, Ernährung, Holz, Farbe/Gestaltung, Gartenbau und Lager können Berufsvorbereitungslehrgänge absolviert werden. Der fachtheoretische Unterricht wird von Meistern aus Industrie und Handwerk durchgeführt. Ein weiteres Angebot sind die Ausbildungsbegleitenden Hilfen. Qualifizierte Fachkräfte führen intensiven Stütz- und Förderunterricht in Kleingruppen durch, in der Regel nach dem Berufsschulunterricht oder nach der Arbeitszeit. Zusätzlich stehen Sozialpädagoginnen bei allen persönlichen, betrieblichen und sonstigen Problemen mit Rat und Tat zur Seite.