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Pfingsten gilt als Geburtstag der Kirche

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  • 23.
    Mai
    2021
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Das Pfingstfest ist der 50. Tag nach Ostern. An diesem Tag wird das Kommen des Heiligen Geistes auf die Schar der Jünger gefeiert. Erfüllt vom Heiligen Geist trugen sie das Wort Gottes in die Welt hinaus. Pfingsten wird auch als Geburtsfest der Kirche bezeichnet.

 

Was ist an Pfingsten passiert?

Da kam ein Brausen

Die Apostelgeschichte (Apg 2,1-41) berichtet, dass sämtliche Anhänger Jesu, seine Mutter und Brüder in Jerusalem versammelt waren, um das jüdische Erntedankfest zu feiern. Plötzlich ertönte ein Brausen vom Himmel und der Heilige Geist kam in Form von Feuerzungen auf die anwesenden Jünger Jesu herab. Der Geist Gottes wirkte in den Jüngern und sie begannen zu sprechen – in vielen fremden Sprachen, sodass jeder, der sie hörte, sie verstehen konnte. Von nun an wussten die Jünger: Jesus Christus hat ihnen seinen Geist geschenkt, er ist weiterhin bei ihnen und steht ihnen bei.

 

Hohn und Spott

Durch das Brausen kam eine Menge Schaulustiger zusammen, die sich über das Sprachengewirr lustig machten. „Die spinnen.“ Oder: „Die sind betrunken“, sagten sie. Petrus stellte sich der Menge entgegen und hielt eine begeisternde Rede. Zum Abschluss bekannte er: „Gott hat ihn zum Herrn und Christus gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt“.

 

Was sollen wir tun?

Die Rede von Petrus traf die Leute ins Herz. „Was sollen wir tun?“, fragten sie ihn. Petrus antwortete ihnen: „Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg 2,38). Bei einigen fiel die Aufforderung des Petrus auf fruchtbaren Boden. Sie ließen sich taufen, „hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“.

 

Warum nennt man Pfingsten Geburtstag der Kirche?

Eine neue Zeit bricht an

Lehre der Apostel, Gemeinschaft, Brechen des Brotes und Gebete – das macht Kirche aus. Nicht umsonst wird Pfingsten als ihr Geburtstag bezeichnet. Während die Jünger mit Jesus Christus durch das Heilige Land ziehen, handelt er selbst. Auch noch in den 40 Tagen nach der Auferstehung tritt Christus immer wieder selbst in Erscheinung. Mit Pfingsten aber bricht eine neue Zeit an. Ab jetzt handelt Christus in und durch die Gemeinschaft seiner Anhänger, die Kirche. Durch die Ausgießung des Heiligen Geistes sind diese dazu befähigt, die Frohe Botschaft Christi zu verbreiten.

 

Ohne den Heiligen Geist geht es nicht

Dafür braucht die Kirche den Heiligen Geist. Ohne ihn geht es nicht. Ohne ihn würde ihr die Antriebskraft fehlen. Man kann es mit einem Auto ohne Motor oder einem Vogel ohne Flügel vergleichen. Mit dem Heiligen Geist haucht Gott der Kirche Leben ein, damit sie auf der ganzen Welt den Glauben verkünden kann.

 

Wie wirkt der Heilige Geist?

Der Geist ist Person

Heiliger Geist, Sprachengewirr, Feuerzungen, da denkt man schnell an Ekstase oder an Zungenreden, wie man es aus amerikanischen Freikirchen kennt. Doch der Heilige Geist bringt keine „Begeisterung“ oder Erhöhung der emotionalen Betriebstemperatur. Der Heilige Geist ist die dritte Person der Heiligen Dreifaltigkeit. Gott wirkt in der Person des Heiligen Geistes, wie er als Vater und als Sohn gewirkt hat.

 

1. Wirkung: Der Heilige Geist eröffnet eine neue Sicht

Die Apostel waren die treuesten Anhänger Jesu, sie haben ihn von Anfang an begleitet. Da möchte man meinen, sie hätten verstanden, worum es Jesus geht. Aber immer wieder legen sie dieselbe Platte auf. „Wann befreist du eigentlich Israel?“, fragen sie Jesus. Selbst den auferstandenen Christus: „Stellst du eigentlich das Reich für Israel wieder her?“ Erst durch den Heiligen Geist an Pfingsten versteht Petrus, was Gottes Plan ist, und erklärt ihn den anderen. Der Heilige Geist eröffnet eine neue Sicht.

Man sollte sich den Heiligen Geist dabei nicht wie eine Art „göttliche Diktiermaschine“ vorstellen, die sofort die richtigen Antworten schenkt. Er ist vielmehr eine Kraft, die „alle menschlichen Fähigkeiten in Anspruch nimmt und befähigt, Gottes willen und seine Heilswahrheit zu erkennen“ (Bischof Rudolf Voderholzer). Er schließt die Worte Jesu auf.

 

2. Wirkung: Der Heilige Geist gibt Kraft

Es ist nicht leicht, zu seinem Glauben zu stehen. Man kann dafür beschimpft oder verspottet werden. So ging es ja schon den Jüngern an Pfingsten. Vielleicht möchte man nicht immer Diskussionen führen und geht der Konfrontation aus dem Weg. Der Heilige Geist gibt uns in solchen Situationen Kraft, dass wir mutig zu unserem Glauben stehen.

 

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