Fußball, spanisches Couleur

WM-Finaltorschütze Torres bekennt seinen Glauben

„Gott gab mir die Kraft“


Madrid / Regensburg, 21. Juli 2026

Spanien hat am Sonntag, 19. Juli, das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gegen Argentinien gewonnen. Der eingewechselte Ferran Torres erzielte das entscheidende 1:0 in der Verlängerung im MetLife Stadium außerhalb von New York City.

„Dieses Tor war für 47 Millionen Menschen […]. Es war alles schon geschrieben, wir mussten gewinnen“, sagte Torres nach dem Spiel gegenüber spanischen Sendern, wie ein Sportportal berichtete. Er fügte hinzu: „Gott gab mir die Kraft, weiterzumachen, und am Ende: Gott gibt es denen, die es verdienen.“ Torres war eingewechselt worden und traf nach einer Kopfballvorlage seines ebenfalls eingewechselten Mannschaftskollegen Nico Williams. Für Spanien war es der zweite WM-Titel nach 2010 sowie nach dem Europameistertitel 2024 der nächste große Erfolg unter Nationaltrainer Luis de la Fuente.

Torres ist nicht der einzige Spieler im spanischen Kader, der seinen katholischen Glauben öffentlich zeigt. Auch de la Fuente sprach während des gesamten Turniers offen über seine Frömmigkeit. Bereits vor dem Halbfinale gegen Frankreich sagte er auf einer Pressekonferenz: „Ich bete jeden Tag, aber nicht, weil ich bei einer Weltmeisterschaft bin, und ich erwarte auch keinen bestimmten Ausgang“, wie die Nachrichtenseite kath.net berichtete. Der Nationaltrainer beschrieb sein Gebet als Ausdruck von Dankbarkeit statt als Bitte um sportlichen Erfolg. „Ich danke ihm jeden Tag, jeden Morgen, wenn ich aufstehe und sage: ‚Ein weiterer Tag, an dem ich das Leben genießen kann.‘ Ich danke für diese kleinen Dinge. Ich bete, weil ich jeden Tag bete, nicht, damit er mir mehr hilft“, erklärte er. „Es wäre ungerecht, ihn zu bitten, mir zu helfen und dem Gegner nicht.“

Stattdessen bitte er um Gesundheit und Kraft für die alltäglichen Herausforderungen, so de la Fuente weiter: „Ich bitte besonders um Gesundheit und darum, dass er mir Optionen gibt, um weiterzukämpfen. Ich bin ein Kämpfer und kämpfe um alles, aber mit Gesundheit.“ Katholisch erzogen, traf er die bewusste und freie Entscheidung für ein Leben im Glauben nach eigenen Angaben jedoch erst im Erwachsenenalter.

Auf die Frage, ob sein Kreuzzeichen vor Spielen Aberglaube sei, antwortete de la Fuente knapp: „Ich habe Glauben.“ Es sei „kein Aberglaube, es ist Glaube“, so der Trainer. Über Reaktionen auf sein offenes Bekenntnis zeigte er sich überrascht: „Aber ich möchte auch dazugehören, und wir Katholiken wollen dabei sein.“ Auch Torres verband seinen Glauben schon vor dem Finale mit seinem Spiel auf dem Feld. Ein Kreuz und ein Marienbild begleiten ihn demnach während der Partien. „Sie geben mir so viel Glauben“, sagte der Barcelona-Stürmer laut Aleteia.

Nico Williams, der die Vorlage zum Siegtor lieferte, zeigte seinen Glauben in den Tagen vor dem Finale ebenfalls öffentlich. Auf Instagram veröffentlichte er ein Foto, auf dem er kniend zum Himmel zeigt, versehen mit der Bildunterschrift „God is great“. Die Familie des Flügelspielers von Athletic Bilbao ist eng mit der katholischen Kirche verbunden. 

Text: CNA Deutsch

(sig)



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