News Bild Wie merkt man, dass man berufen ist? - Bischof Voderholzer besuchte Fockenfeld

Wie merkt man, dass man berufen ist? - Bischof Voderholzer besuchte Fockenfeld

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Der Speisezettel war männerlastig: beim Abendessen in Fockenfeld bei Konnersreuth dominierten Schwein und Rind sowie bayerisch Deftiges. Nach dem Abschluss der Freisinger Bischofskonferenz in Waldsassen besuchte Bischof Rudolf Voderholzer das Gymnasium und Seminar der Salesianer im Bistum Regensburg. Nach dem Abendgebet in der Hauskirche genoss er das Zusammensein mit den jungen Erwachsenen, den Seelsorgern, Lehrern und Betreuern. Im Anschluss an das gemeinsame Abendessen traf man sich in großer, aber gemütlicher und ungezwungener Runde.

Einige Gedanken des Bischofs, die er in den persönlichen und intensiven Gesprächen mit den jungen Männern austauschte:

„Zum Jahr des Glaubens sehe ich ein zentrales Anliegen: nämlich die wichtigsten Themen des Konzils sichtbar zu machen. Viele Leute reden vom Geist des Konzils, kennen aber die Buchstaben nicht.“

„In meinem Glauben orientiere ich mich stark an der Bibel. Mich prägt die Art und Weise, wie die Kirchenväter Altes und neues Testament in Verbindung zueinander setzen.“

„Unter den verschiedenen Ordens-Spiritualitäten liegt mir wohl das Benediktinische am ehesten. Hätte ich die Berufung zum Ordensmann gespürt, dann wahrscheinlich in einer Benediktiner-Abtei mit der Verbindung von Gebet und Arbeit.“

„Ein Mann, den ich bewundere, ist der Journalist Fritz Gerlich. Die Resl aus Konnersreuth machte ihm klar, dass der Nationalsozialismus eine verbrecherische Ideologie ist. In seiner Zeitung, Der Gerade Weg, sagte er mit erstaunlicher Klarheit fast alle Gräuel voraus, die die gottlosen Ideologen den Menschen antun würden. Als die Nazis nach dem so genannten Röhmputsch ihre Gegner aus dem Weg räumten, wurde auch er ermordet.“

„Zölibatäres Leben ist kein edel verbrämtes Junggesellentum.“

„Das untrügliche Zeichen für das Vorhandensein einer Berufung ist nachhaltige Freude, nicht eine oberflächliche, sondern eine tiefe geistliche Freude, die einen erfüllt, wenn man den Weg einschlägt.“

Zum Abschluss der Gesprächsrunde lud Bischof Rudolf die Fockenfelder zum Besuch im Institut Papst Benedikt XVI. und dem Papsthaus in Pentling ein. Er versprach, persönlich die Führung zu übernehmen.