Bild Dionysius – Zentralgestalt des frühen Christentums in Bayern

Dionysius – Zentralgestalt des frühen Christentums in Bayern

  • 26.
    Februar
    2035

Am 26. Februar gedenkt die katholische Kirche des heiligen Dionysius von Augsburg. Er ist eine der zentralen Gestalten des frühen Christentums in Bayern. Donysius soll um das Jahr 306 während der Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod erlitten haben. Da schriftliche Primärquellen aus dieser Epoche fehlen, stützt sich die Biografie des Heiligen maßgeblich auf die Conversio S. Afrae, eine mittelalterliche Überlieferung über die Bekehrung der heiligen Afra.

Augsburg, das römische Augusta Vindelicum, war zu jener Zeit Hauptstadt der Provinz Rätien. Die Berichte über Dionysius spiegeln die Existenz einer frühen christlichen Gemeinde in der Römerstadt wider, deren erste urkundliche Belege allgemein auf die Mitte des 4. Jahrhunderts datiert werden.

Laut Überlieferung war Dionysius der Bruder der heiligen Hilaria und der Onkel der heiligen Afra. Die Schlüsselszene seines Lebens ist eng mit Bischof Narcissus von Gerona verknüpft. Dieser floh vor den römischen Verfolgern über die Alpen nach Augsburg.

Der Legende nach fand Narcissus gemeinsam mit seinem Diakon Felix Zuflucht im Haus der Afra. Sie betrieb dort ein Freudenhaus und diente der Göttin Venus. Trotz ihrer Warnung, dass sie eine Sünderin sei, kehrte der Bischof bei ihr ein.

In der Folge bekehrte Narcissus nicht nur Afra und ihre Mutter Hilaria, sondern auch Dionysius zum christlichen Glauben. Während seines neunmonatigen Aufenthalts taufte Narcissus Dionysius und weihte ihn zum ersten Bischof von Augsburg.

Kurz nach dem Tod seiner Nichte Afra, die auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde, soll auch Dionysius im Jahr 304 oder 306 den Tod durch das Feuer oder das Schwert gefunden haben. Ein historisches Fragment nennt in diesem Zusammenhang 25 weitere Personen, die wegen ihres Glaubens hingerichtet wurden.

Text: CNA Deutsch

(sig)