Wer wälzt uns diesen Stein? 17. November in St. Franziskus, Burgweinting: Gottesdienst für Hinterbliebene nach Suizid

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Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland mehr als 10.000 Menschen das Leben. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind von jedem Suizid durchschnittlich sechs nahe stehende Menschen unmittelbar betroffen. Eine Selbsttötung erschüttert das Vertrauen der Angehörigen in sich und die Welt. Oft wird die quälende Frage nach dem „Warum“ gestellt und danach, was man noch hätte tun können oder vielleicht hätte lassen sollen. Dabei sind die Ursachen und Auslöser für jeden Suizid individuell. Manche sind für die Hinterbliebenen nachvollziehbar, andere bleiben ein Rätsel. Nach dem anfänglichen Schock beginnt für viele ein schmerzvoller Weg der Trauer und der intensiven Auseinandersetzung mit Gefühlen wie Schuld, Scham, Verzweiflung und Wut. Menschen, die davon betroffen sind, brauchen Hilfe und Unterstützung, damit sie nicht allein, sprachlos und trostlos bleiben müssen. Das Umfeld sollte keine vorschnellen, einfachen Urteile über die Verstorbenen und deren Angehörige fällen. Es braucht Zeit, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, das Unerträgliche mit auszuhalten.

Jedes Jahr am Volkstrauertag, also in diesem Jahr am Sonntag, 17. November um 17.00 Uhr findet in der Kirche St. Franziskus in Regensburg-Burgweinting ein ökumenischer Gottesdienst für Hinterbliebene nach Suizid statt. Das Thema lautet: „Wer wälzt uns diesen Stein...?“ Neben der Erinnerung an die Verstorbenen, steht die Suche nach einem Beistand, der das Schwere erträglicher macht, im Vordergrund. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung mit anderen Betroffen bei einer warmen Tasse Tee im benachbarten Pfarrzentrum.