News Bild Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche - Sonderausstellung zum Turiner Grabtuch im Museum St. Ulrich am Dom

Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche - Sonderausstellung zum Turiner Grabtuch im Museum St. Ulrich am Dom

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War der Leichnam Jesu tatsächlich in dieses Leinen gehüllt? Das kostbare Tuch, 4,40 Meter lang und 1,13 Meter breit, ist in einem aufwändigen Fischgrätmuster gewebt. Auf dem Tuch sieht man in voller Länge das Abbild eines Mannes in Vorder- und Rückansicht, in dem man einen Gegeißelten und Gekreuzigten erkennen kann. Bis heute gibt es nur Theorien darüber, wie es entstanden ist. Viele Gläubige verehren es als das Tuch, in dem Jesus von Nazareth nach seiner Kreuzigung begraben wurde. Das Leinen wird in einer Ende des 17. Jahrhunderts erbauten Seitenkapelle des Turiner Doms aufbewahrt. Kein anderes archäologisches Objekt ist auch nur annähernd so intensiv erforscht worden wie dieses Stück Stoff.

 

„Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“

Mit diesem Titel dokumentiert eine Ausstellung vom 20. August bis 4. Oktober in einer der interessantesten frühgotischen Kirchen Deutschlands nun die Geschichte der "Sacra Sindone" und die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse um Wunden und Echtheit. Kernstücke der von den Maltesern konzipierten Präsentation sind das Turiner Grabtuch in originalgetreuer Kopie und eine dem Ausdruck des Tuches entsprechende Figur. Interessierte können dazu verschiedene Schaustücke betrachten: Von einer Nachbildung der Dornenkrone bis zu römischen Geißeln oder einer Lanzenspitze, die der Größe der Seitenwunde entspricht. 20 Stelen, sieben Exponate und acht Sitzwürfel laden zu einer informativen und zugleich kontemplativen Ausstellung ein.

Sie verbindet Glauben und Wissen auf beeindruckende Weise: Texte der Heiligen Schrift zum Kreuzweg Jesu Christi und Untersuchungsergebnisse der Forschung zum Abdruck eines Mannes auf dem Turiner Grabtuch verdichten die Annahme, dass der Mann auf dem Tuch Jesus von Nazareth ist.

Skulpturen und Gemälde zum Christusbild vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Kunst aus den Kunstsammlungen des Bistums ergänzen die Ausstellung.

Die Sonderausstellung beginnt am Freitag, 19. August 2016, um 18 Uhr mit einem Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom St. Peter und der anschließenden Eröffnung im Museum St. Ulrich. 

BESICHTIGUNG

20. August - 4. Oktober 2016

Dienstag – Sonntag, 12 bis 18 Uhr, Donnerstag, 12 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Öffentliche Führungen donnerstags um 18 Uhr und sonntags um 14 Uhr. 

 

ANMELDUNG für GRUPPENFÜHRUNGEN

Tel,: +49941 585 1511

E-Mail: turinergrabtuch.regensburg@malteser.org

 

BEGLEITENDE VORTRÄGE

Im Haus Heuport, Domplatz 7, 93047 Regensburg

Donnerstag, 15.09.2016, 19 Uhr Prof. Dr. Karlheinz Dietz, Würzburg/Regensburg „Argumente gegen und für die Echtheit des Turiner Grabtuchs“

Dienstag, 27.09.2016, 19 Uhr Prof. Dr. Christoph Dohmen, Regensburg „Verbotenes Gottesbild – erlaubtes Christusbild? Biblische An- und Einsichten“

 

Mehr Infos auch bei den Maltesern.