News Bild Wer ist der Mann auf dem Tuch? Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feiert Pontifikalamt anlässlich der Ausstellungseröffnung

Wer ist der Mann auf dem Tuch? Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feiert Pontifikalamt anlässlich der Ausstellungseröffnung

Home / News

„Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“ ist der Titel der neuen Ausstellung, die am vergangenen Freitagabend in St. Ulrich Regensburg eröffnet wurde. Kernstücke der von den Maltesern konzipierten Präsentation sind das Turiner Grab-tuch in originalgetreuer Kopie und eine dem Ausdruck des Tuches entsprechende Figur. Interessierte können verschiedene Schaustücke betrachten: Von einer Nachbildung der Dornenkrone bis zu römischen Geißeln oder einer Lanzenspitze, die der Größe der Seitenwunde entspricht. 20 Stelen, sieben Exponate und acht Sitzwürfel laden zu einer informativen und zugleich kontemplativen Ausstellung ein. Auf dem Tuch – auf dem Original wie auch auf der Replik – sieht man in voller Länge das Abbild eines Mannes in Vorder- und Rückansicht, in dem man einen Gegeißelten und Gekreuzigten erkennen kann. Viele Gläubige verehren es als das Tuch, in dem Jesus von Nazareth nach seiner Kreuzigung begraben wurde. Das Leinen wird in einer Ende des 17. Jahrhunderts erbauten Seitenkapelle des Turiner Doms aufbewahrt.

 

Das Lehramt hat sich nicht zur Authentizität geäußert

Anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer einen Pontifikalgottesdienst im Regensburger Dom. In seiner Predigt gab der Bi-schof von Regensburg eine angemessene Einordnung der Frage nach der Authentizität des Grabtuchs, für die nicht wenige Indizien sprechen. Außerdem erklärte der Regensburger Bischof: „Das kirchliche Lehramt hat gut daran getan, sich nicht zur Authentizität des Grabtuches zu äußern. Und es ist klar festzuhalten: Niemand ist verpflichtet, an die Echtheit des Grabtuches zu glauben. Und selbst wenn die Authentizität erwiesen wäre, würde es den Glauben noch nicht beweisen, der ein personaler Akt und ein Akt der Freiheit ist.“

 

Bischof: sich dem Antlitz Christi aussetzen

Sollte es aber wirklich das Grabtuch Jesu sein, dann zeige es uns, so der Bischof, was es wirklich und konkret geheißen hat, dass Gott Jesus Christus für die Menschen zur Sünde gemacht hat, „wie er allen Hass der Welt gleichsam auf sich gezogen hat, an sich hat austoben lassen, indem er das Böse nicht mit Bösem vergolten, sondern für seine Peiniger noch gebetet hat“. Bischof Voderholzer rief dazu auf, sich dem Antlitz Christi auszusetzen, das das Antlitz der Barmherzigkeit Gottes ist. „Lassen wir uns von diesem Antlitz bewegen, in der Tiefe anrühren, damit wir ihm immer ähnlicher werden und die empfangene Barmherzigkeit weiterschenken.“

 

Wenn Sie weiterlesen möchten: hier stellen wir die Predigt von Bischof Rudolf Voderholzer zur Ausstellungseröffnung zum Download bereit.

Öffnungszeiten, Dauer und alle weiteren Infos zur Ausstellung können Sie hier nachlesen.