News Bild Weihbischof Reinhard Pappenberger nimmt 40 neue Mitglieder in die Marianische Männer-Congregation Regensburg auf

Weihbischof Reinhard Pappenberger nimmt 40 neue Mitglieder in die Marianische Männer-Congregation Regensburg auf

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Aus Anlass des Hauptfestes der Marianischen Männer-Congregation Regensburg (MMC) hat Weihbischof Reinhard Pappenberger am 5. Fastensonntag, 22. März, mit rund 1000 Mitgliedern in der Dominikanerkirche in Regensburg die Sonntagsmesse gefeiert. Einer der Höhepunkte des alljährlich stattfindenden Festes war die Aufnahme von 40 Neumitgliedern. Mit dem Weihbischof feierten Zentralpräses Msgr. Thomas Schmid und Pfarrer i.R. Martin Särve, langjähriger Priesterseelsorger, die heilige Messe, bei der auch die beiden Diakone Martin Popp (Amberg) und Norbert Steger (Sandsbach) aus den Reihen der MMC kamen. Den liturgischen Dienst übernahmen traditionell, wie schon seit bald 30 Jahren, Sodalen aus der MMC-Pfarrkongregation Irlbach bei Wenzenbach.

„Dank für alles glaubwürdige Zeugnis“

In seiner Predigt dankte Weihbischof Reinhard Pappenberger den äußerst zahlreich erschienenen Sodalen, die die Dominikanerkirche bis auf den letzten Platz füllten, für ihr lebendiges Glaubenszeugnis. Gerade am Passionssonntag, an dem in vielen Kirchen die Kreuze verhüllt würden, bekomme das Gebet „Zeig uns Jesus!“ eine tiefgehende Bedeutung. Auch Papst Franziskus habe die Gläubigen dazu aufgerufen, den Gekreuzigten in den Blick zu nehmen. Darin zeige sich, wie groß die Liebe Gottes zu den Menschen ist, dass er seinen eigenen Sohn hingegeben habe. Diese zu bekennen und zu bezeugen, sei in unserer heutigen Zeit oft sehr unbequem. „Der Welt ist es lästig, wenn wir von dem reden, was wir glauben“, sagte der Weihbischof. Er richtete seinen Blick auch auf den Münsteraner Bischof, den seligen Clemens August Kardinal Graf von Galen (1878-1946), der an diesem Tag seinen Gedenktag hat. Bischof von Galen hatte sich unbeirrt für seinen Glauben eingesetzt, gerade auch in der Frage des Lebensschutzes während der Zeit des Nationalsozialismus. Das habe sich auch in dessen Wahlspruch „Nec laudibus, nec timore“ ausgedrückt - auf Deutsch: „Weder Menschenlob noch Menschenfurcht [soll uns bewegen]“.

„Neue Freunde der Gottesmutter“

Nach der Predigt folgte der Höhepunkt des alljährlichen Festes, die Aufnahme von neuen Mitgliedern, den sogenannten Sodalen. Dieser Name leitet sich vom lateinischen sodalis (Gefährte, Freund, Kamerad) ab. 40 neue Sodalen wurden an diesem Sonntagvormittag von Weihbischof Pappenberger persönlich durch Handschlag in die Männercongregation aufgenommen. Als äußeres Zeichen ihrer Mitgliedschaft erhielten sie aus der Hand des Zentralpräses eine goldene Medaille an einem blauen Band, die zuvor gesegnet worden war. Auf der linken Brustseite getragen, zeigt sie die Verkündigung des Engels an Maria.

Unter den Neumitgliedern waren auch zahlreiche junge Katholiken, die auf ganz unterschiedlichen Wegen zur MMC gekommen sind. Martin Nerl (19) aus Bernhardswald und Markus Janker (17) aus Arrach bei Falkenstein sind beide engagierte Ministranten und schon Sodalen in der dritten Generation. „Von Kindesbeinen an hat mir mein Opa den Glauben vorgelebt, ist mit mir zur Messe gegangen und hat mit mir den Rosenkranz gebetet“, so berichtet Markus Janker dankbar. „Es hat mich fasziniert, wie er aus dem Glauben heraus auch das Sterben gemeistert hat.“ Für Lukas Speigl (15) aus Viehhausen, selbst bei der geistlichen Bewegung „Jugend 2000“ aktiv, war es ein Herzensanliegen, durch den Beitritt zur MMC seinen Glauben zu bekennen. Nach der Festmesse zog man in Eu-charistischer Prozession, die rund 100 blau-weißen Banner voran, betend und singend von der Dominikanerkirche St. Blasius zur Schottenkirche St. Jakob, wo sich eine Eucharistische Andacht mit Segen anschloss. Das geistliche Programm des Tages schloss um 13 Uhr mit einer Andacht in St. Blasius, der Kongregationskirche der MMC seit über 200 Jahren.

Stichwort: MMC in Regensburg

Die Marianische Männer-Congregation Regensburg „Maria Verkündigung“ wurde bereits 1592 in Regensburg von den Jesuiten gegründet und setzt sich heute aus zwölf Bezirken von Weiden und Vohenstrauß über Neumarkt und Parsberg bis hin nach Regensburg und Kelheim zusammen. Die Bezirke wiederum teilen sich dann in die einzelnen Pfarrcongregationen auf, die von je einem Priester als Präses und einem Weltchristen als Obmann betreut und geleitet werden. In ganz Bayern gibt es 15 Kongregationen von Aschaffenburg bis Passau mit rund 45.000 Mitgliedern. Seitdem die Franzosen bei der Belagerung Regensburgs 1809 das einstige Jesuitenkolleg St. Paul – die langjährige Heimat der MMC – in Brand geschossen hatten, wurde ihnen die ehemalige Dominikanerkirche St. Blasius als Kongregationskirche zugewiesen, woran sich bis zum heutigen Tag nichts geändert hat. Bekannteste Mitglieder der MMC in Regensburg sind Papst emeritus Benedikt XVI. (Sodale seit 1941), sein Bruder, der ehemalige Domkapellmeister Georg Ratzinger (Sodale seit 1938) sowie Erzbischof Dr. Gerhard Kardinal Müller, der im Oktober 2012 in Rom zum Ehrenpräses der Regensburger MMC ernannt wurde. Die Grundziele der Marianischen Männerkongregation sind die Verehrung der Gottesmutter, die Treue zu Kirche und Papst sowie der täglich gelebte Glaube.