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Zur Neuigkeit
Weihbischof Reinhard Pappenberger feiert Pontifikalamt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn
„In der Spur der Könige gehen“
Regensburg, 6. Januar 2026
„Noch einmal klingt an diesem Festtag Weihnachten auf, das Fest Erscheinung des Herrn lädt uns dazu ein, in der Spur der Könige zu gehen, Christus zu finden und das eigene Leben an ihm zu orientieren“, so begrüßte Weihbischof Reinhard Pappenberger am Dienstagvormittag die Gläubigen im Dom St. Peter zu Regensburg.
In Konzelebration mit Mitgliedern des Domkapitels feierte er die Heilige Messe am Hochfest der Erscheinung des Herrn, das im Volksmund auch gerne Dreikönigsfest genannt wird. Ein Chor ehemaliger Regensburger Domspatzen unter Leitung von Kathrin Giehl sang die „Messe Brève“ des französischen Komponisten Charles François Gounod mit Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber an der Orgel.
Anbetung ist Selbsthingabe
Im 4. Jahrhundert, so führte Weihbischof Reinhard zum Beginn seiner Predigt aus, hatte die Westkirche den Weihnachtstermin der Ostkirche, das Fest Epiphanie – Erscheinung des Herrn, übernommen. Eine gute Entscheidung, da damit Weihnachten geweitet worden sei und das Wesentliche in den Blick genommen wurde. Die Sterndeuter aus dem Morgenland machten sich auf die Suche nach dem verheißenen König, fanden ihn jedoch nicht in einem Palast in Jerusalem, sondern im Stall von Bethlehem. Sie kamen zu der Einsicht, die Macht Gottes gestaltet sich anders, als die Macht der Welt. Sie lernten auch, dass Anbetung nicht ein Tun oder ein Geben ist, sondern ein sich selbst hingeben. So gehen sie dann auch auf einem anderen Weg nach Hause und spürten den Auftrag, ihr Herz zu weiten.
Ein neues Weltbild
Die Menschwerdung Gottes in Jesus habe die Welt verändert und unmissverständlich gezeigt: Gott geht es um den Menschen und das fordere auch unseren ganzen Lebenseinsatz. Gerade in weltpolitisch so bewegten Zeiten wie den unseren sei es umso notwendiger, dieses Fest heute zu feiern. Dann griff Weihbischof Reinhard die Sternsingeraktion auf, die vor vielen Jahren ganz klein begonnen und deren Einsatz mancher damals als einen „Tropfen auf den heißen Stein“ bezeichnet habe. Mittlerweile habe diese Aktion, bei der Kinder Kindern in aller Welt helfen und zur Linderung unterschiedlichster Nöte Spenden sammeln, Millionenbeträge eingebracht und damit ein Zeichen gesetzt. Dafür sprach der Bischof allen Sternsingern vom Regensburger Dom aus ein herzliches Vergelt´s Gott aus. „Machen wir alle uns auf den anderen Weg, auf den Königsweg, damit das Gute, Gerechtigkeit und Frieden lebendig werden können“.
„Christus segne dieses Haus“
Nach der Predigt und dem Apostolischen Glaubensbekenntnis segnete Weihbischof Reinhard das Dreikönigswasser, Salz, Kreide und Weihrauch. Das gesegnete Wasser erinnert an die Taufe Jesu, die mit der Anbetung der Weisen aus dem Morgenland und der Hochzeit zu Kana, zu den drei Ereignissen der menschlichen Gegenwart Gottes in der Person Jesu Christi zählt. Bereits bei der Aussendungsfeier hatte Bischof Rudolf den Segensgruß an das Südportal des Domes geschrieben: "20*C+M+B 26" - "Christus mansionem bendicat", zu Deutsch, „Christus segne dieses Haus“. Volkstümlich werden diese drei Buchstaben auch als die Initialen der Namen der drei Weisen interpretiert: Caspar, Melchior und Balthasar. Ihre Namen tauchen in der Westkirche erst im 6. Jahrhundert auf. Bereits seit Ende des 3. Jahrhunderts entsprang einer umfangreichen Legendenbildung ihre Anzahl und die Bezeichnung als Könige. Das Matthäusevangelium spricht lediglich von Magiern, Sterndeutern und nennt ihre drei Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Die drei Könige stehen in der Tradition der Kirche nicht nur für die drei Kontinente Europa, Afrika und Asien, über die man auf dem Landweg das Heilige Land erreichen kann. Außerdem verkörpern sie die drei Lebensalter Jugend, Mittelalter und Alter. Im Anschluss an das Pontifikalamt konnten sich die Gläubigen Dreikönigswasser und Päckchen mit Weihrauch, Kreide und einem Segensgebet mit nach Hause nehmen.
Text und Fotos: Carl B. Prämassing
(jas)










