News Bild Weihbischof Reinhard Pappenberger feiert 11. Großen Resl-Gebetstag in Konnersreuth

Weihbischof Reinhard Pappenberger feiert 11. Großen Resl-Gebetstag in Konnersreuth

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„Wer nach Konnersreuth kommt, wird zum Geheimnis des Glaubens geführt. Wir erleben einen Gott, der ein Herz für uns Menschen hat“, betonte Weihbischof Reinhard Pappenberger am Freitagabend in seiner Predigt, zum 11. Großen Gebetstag für die Seligsprechung von Therese Neumann. Neben den Gläubigen in der Konnersreuther Pfarrkirche erlebten viele den Gottesdienst im eigens aufgestellten Festzelt mit, wo der Gottesdienst live übertragen wurde.

Anwesend waren auch Abt Filip Zdenek Lobkowicz (Kloster Tepl), Monsignore Georg Schwager (Leiter des Selig- und Heiligsprechungsprozesse in der Diözese), Dekan Thomas Vogl und Professor Dr. Wolfgang Vogl, der frühere Pfarrer von Konnersreuth. In der Pfarrkirche hieß Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr die vielen Pilger aus nah und fern willkommen. Heuer bereits zum zweiten Mal weilte Weihbischof Reinhard Pappenberger in Konnersreuth. Ein besonderer Gruß galt den Schwestern aus den Klöstern Konnersreuth, Fockenfeld und Waldsassen.

Unter den Schwestern auch die Generaloberin der Marienschwestern, Michaela Pfeifer aus Linz. Eigens mit Omnibussen angereist waren Pilgergruppen aus Marienweiher (Oberfranken) und den Niederlanden. „Immer wieder lädt Therese Neumann uns dazu ein, auf den Heiland zu schauen“, schloss Pater Benedikt seine Begrüßung.

„Vielleicht wäre ich heute ohnehin nach Konnersreuth gekommen, um Bischof Frantisek Radkovsky (Pilsen) zu begleiten, der für den 11. Großen Gebetstag als Hauptzelebrant und Prediger vorgesehen war. Leider musste der Pilsener Bischof wegen der Amtseinführung des neuen Berliner Oberhirten Dr. Heiner Koch kurzfristig absagen, so fiel die Wahl auf mich“, sagte Regensburgs Weihbischof Reinhard Pappenberger. „Ich hätte Bischof Frantisek Radkovsky gerne begleitet, es wäre ein Zeichen der Verbundenheit zwischen unseren beiden Diözesen gewesen“. Der Weihbischof erinnerte daran, dass Bischof Radkovsky bei allen Bischofsweihen im Regensburger Dom persönlich anwesend war und seine Hand den Weihekandidaten auflegte. „Dass wir beide Diözesen heute so selbstverständlich zusammenarbeiten, uns gegenseitig besuchen, grenzt für mich noch immer an ein Wunder“.

Weihbischof Reinhard Pappenberger erinnerte an seine Schulzeit in Fockenfeld, als bei Hundsbach die Grenze noch existierte: „Da war Schluss“. Erst durch den Zusammenbruch des Ostens wurden die Kirchen dort frei. „Die Herzen der Menschen dort hatten wieder einen Platz, zu dem sie dazu gehörten. Sie begegnen jetzt wieder dem Evangelium“. Für den Weihbischof ist klar, „die Menschen dort haben trotz Verfolgung und politischer Willkür Gott die Treue gehalten. Das ist die Wahrheit, das ist die Freiheit“. Im Jahr 1927 kam Fritz Gerlich nach Konnersreuth, er wollte hier den Schwindel um Therese Neumann aufdecken.

Was kam heraus, Fritz Gerlich kehrte nach München zurück, als ein völlig anderer Mensch. „Er verteidigte die Resl, stand für sie ein und betonte, dass hier nicht gelogen wird. 1934 wurde Gerlich ermordet. Fritz Gerlich suchte mit seinem Herzen. Sein Leben nahm in Konnersreuth eine entscheidende Wende. Ergriffen hat ihn das Geheimnis des Lebens und Sterbens, was er bei der Resl hautnah miterlebte“. Der Weihbischof informierte, dass derzeit ein Seligsprechungsprozess für Fritz Gerlich vorbereitet wird. „Gehen wir weiter mit Gott den Weg, Gott hat ein Herz für uns Menschen, dieser Weg ist richtig“.

Nach dem Gottesdienst bewegte sich eine lange Lichterprozession, angeführt von der Jugendblaskapelle, zum Friedhof, wo am Grab der Resl um eine baldige Seligsprechung gebetet wurde. Sein Ende fand die Feier abschließend beim Theresienbrunnen am Therese-Neumann-Platz, wo in Sichtweite des Resl-Hauses in eindrucksvoller Weise der „Engel des Herrn“ im bayerischen Dialekt gesungen wurde.