weihbischof singend mit priestern am altar

Weihbischof Josef Graf schließt feierlich Mausbergwoche ab

Maria ist Wegbegleiterin durch das Leben


Gebenbach, 13. September 2026

Mit einem Pontifikalgottesdienst hat Weihbischof Dr. Josef Graf am Sonntag die Festwoche auf dem Mausberg in der Pfarrei Gebenbach beschlossen. Eine Woche zuvor hatte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer das traditionelle Bergfest eröffnet. Trotz des regnerischen Wetters war die Wallfahrtskirche zum Abschlussgottesdienst bis auf den letzten Platz gefüllt.

Pfarrvikar Christian Preitschaft begrüßte den Weihbischof, der in diesem Jahr bereits Gottesdienste auf dem Frohnberg und dem Annaberg gefeiert hatte. Die Oberpfälzer Bergfeste seien für ihn immer wieder besondere Orte des Glaubens, sagte Graf. Zum Abschluss auf dem Mausberg lud er die Gläubigen ein, sich von der Gottesmutter an die Hand nehmen und zu Christus führen zu lassen.

Maria als mütterliche Wegbegleiterin

Im Mittelpunkt seiner Predigt stand Maria als Vorbild und Wegbegleiterin des Menschen. Jesus habe den Menschen vom Kreuz herab Maria zur Mutter gegeben. An ihrer Hand könnten Christen im Vertrauen durch das Leben gehen.

Die tiefe Marienverehrung früherer Generationen erklärte Graf auch mit der besonderen Nähe Marias zu den Menschen. Sie sei keine Mächtige ihrer Zeit gewesen, sondern eine einfache Frau aus dem Volk. Gerade darin könne sie Vorbild sein: Glauben wie Maria bedeute, sich auf Gott einzulassen, ihm zu vertrauen und ihm auch dann treu zu bleiben, wenn der eigene Weg schwierig werde. Der Glaubensweg sei ein Pilgerweg, der auch mühsame Etappen und Momente des Kreuzes kenne.

Sorgen um Kinder, Frieden und Kirche

Als Fürbitterin könne Maria auch heute mit den persönlichen und gesellschaftlichen Sorgen der Menschen angerufen werden. Besonders ging Graf auf Eltern und Großeltern ein, die darunter leiden, dass ihre Kinder und Enkel nicht mehr am kirchlichen Leben teilnehmen. Er ermutigte sie, ihre Familien in das Gebet einzuschließen und der Fürsprache der Gottesmutter anzuvertrauen.

Auch die Sorge um Frieden angesichts der Kriege und bewaffneten Auseinandersetzungen in verschiedenen Teilen der Welt, wirtschaftliche Unsicherheit und Zukunftsängste der jüngeren Generation gehörten für den Weihbischof zu den Anliegen des Gebets. 

„Es geht um mehr, als man mit Geld kaufen kann“

Mit Blick auf das Sonntagsevangelium vom unbarmherzigen Knecht erinnerte Weihbischof Graf daran, dass erfahrene Vergebung den Menschen selbst verändern müsse. Wer Vergebung erfahre, könne die alten Muster des Aufrechnens und Abrechnens hinter sich lassen und nach dem Maß von Liebe und Barmherzigkeit leben.

Seit der Zeit der Kirchenväter werde Maria als die „neue Eva“ verehrt. Sie stehe für den durch Christus erneuerten Menschen und zeige zugleich das Ziel des menschlichen Lebens. Im Glauben gehe es letztlich um das neue Leben in Christus und das ewige Leben: „Da geht es um mehr als um Geld oder Besitz. Da geht es um etwas, was man nicht mit Geld kaufen kann.“

Zum Abschluss ermutigte Weihbischof Graf die Gläubigen, sich von Maria durch das irdische Leben mit seinen Sorgen und Nöten begleiten zu lassen und ihren Weg als erneuerte und verwandelte Menschen zu gehen.

Text und Fotos: © Wolfgang Schöpf 
(jas)

 



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