Kundgebung beim Marsch für das Leben, Blick über die Köpfe vieler Leute mit Schildern und Luftballonsauf den Königsplatz

Weihbischof Graf beim Marsch fürs Leben in München

Friedlich für den Schutz des Lebens eintreten


München, 23. April 2026

Am 18. April fand in München der Marsch fürs Leben statt. Auch aus dem Bistum Regensburg kamen Menschen in die Landeshauptstadt, um für den Schutz und die Würde jedes Menschen einzutreten, unter ihnen auch Weihbischof Josef Graf.

Rund 4.500 Teilnehmer warben beim Marsch durch die Münchner Innenstadt mit Plakaten, Luftballons und Gesängen für die unteilbare Würde menschlichen Lebens vom Zeitpunkt der Empfängnis an bis zum natürlichen Tod. Dem Marsch voraus ging eine zentrale Kundgebung am Königsplatz, an der unter anderem die nigerianische Biomedizinerin und Pro-Life-Aktivistin Obianuja Ekeocha teilnahm. Zuspruch erhielt sie für ihren Appell für die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens und ihren klaren Standpunkt gegen die Abtreibungslobby in Europa und Nordamerika.

Weihbischof Graf hatte sich schon lange im Voraus den 18. April reserviert, um stellvertretend für Diözesanbischof Rudolf Voderholzer am 6. Münchner Marsch fürs Leben teilzunehmen. „Durch die Teilnahme an einem Marsch für das Leben nehmen wir unser Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Anspruch und üben dieses auf friedliche Weise aus. Bei einem Marsch für das Leben demonstrieren wir für den Schutz des Lebens im umfassenden Sinn. Vor allem natürlich für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder im Mutterleib. Doch nicht nur gegen die erschreckend hohe Zahl von Abtreibungen richtet sich der Marsch für das Leben. Auch gegen andere gefährliche Tendenzen wie die Erleichterung von Sterbehilfe. Wir sind für den Schutz des Lebens von seinem Beginn bis zu seinem natürlichen Ende“, so Weihbischof Josef Graf in einer Stellungnahme zu seiner Teilnahme.

Der Weihbischof spendete zum Abschluss des Marsches den Segen an die Teilnehmer und stellte außerdem seine Teilnahme auch im nächsten Jahr in Aussicht. „Ich halte es grundsätzlich für wichtig, dass auch wir hauptamtlichen Kirchenleute und besonders auch wir katholischen Bischöfe am Marsch für das Leben teilnehmen. Man kann gewiss darüber diskutieren, auf welche Weise man am besten für diesen Schutz eintritt. Ich bin allerdings der Ansicht, dass die Teilnahme an einem Marsch für das Leben durchaus auch eine gute Weise ist, für den Schutz des Lebens, vor allem des ungeborenen Lebens, einzutreten.“ Als persönliches Vorbild in Sachen Lebensschutz nennt Weihbischof Josef Graf die Heilige Mutter Teresa, die für ihre entschiedene Haltung gegen die Abtreibung bekannt gewesen sei.

Text: Katharina Winterlich

(kw)

Weitere Infos

Der 7. Münchner Marsch fürs Leben wird am 10. April 2027 stattfinden.



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