News Bild Weihbischof Dr. Josef Graf feiert mit emeritierten Priestern die Heilige Messe

Weihbischof Dr. Josef Graf feiert mit emeritierten Priestern die Heilige Messe

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Mehr als 70 emeritierte Geistliche trafen sich am Mittwoch im Schloss Spindlhof bei Regenstauf zu einem gemeinsamen Priestertag. Eine Überraschung für alle war, dass auch der neue Weihbischof, Dr. Josef Graf, an der Begegnung teilnahm und zusammen mit den Ruhestandsgeistlichen die Heilige Messe feierte. Graf war erst am vergangenen Sonntag in der Regensburger Kathedrale St. Peter zum Bischof geweiht worden. Neben dem regen Austausch der Geistlichen, die sich teilweise bereits längere Zeit nicht mehr gesehen hatten, stand ein Vortrag der renommierten Philosophin Prof. Hanna-Barbara  Gerl-Falkovitz, die über das Leben und Werk von Romano Guardini referierte.

In seiner Predigt nahm Weihbischof Graf Bezug auf die Herausforderungen des priesterlichen Dienstes. Jeder Priester, so Graf, dürfe sich nicht scheuen, wenn er in unserer heutigen Welt das Wort Gottes einzubringen habe: „Er wird den Menschen nicht nach den Mund reden dürfen. Der Priester ist gebunden an den Glauben der Kirche. Er muss sich fragen: Was sagt unser Glaube? Was habe ich zu verkünden?“, so der Weihbischof. Paulus schreibe dazu im zweiten Korintherbrief: „Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig“.

Keine Verneigung vor jeweiligen Zeitgeist

„Ich glaube …“, erklärte Weihbischof Dr. Josef Graf „…die Kirche braucht heute besonders die Fähigkeit die Geister zu unterscheiden: Dass wir erkennen, wie heute die Frohbotschaft von Jesus Christus verkündet und bezeugt werden kann. Wir müssen um die Gabe der Unterscheidung bitten, damit wir das grundsätzliche ‚Ja‘ Gottes zu jedem Menschen nicht verwechseln mit einem ‚Ja und Amen‘ zu allen Entwicklungen in der Gesellschaft.  Wir müssen um die Gabe der Unterscheidung bitten, damit wir die Zeichen der Zeit im Sinne des Evangeliums erkennen und sie nicht verwechseln mit einer falschen Verneigung vor dem jeweiligen Zeitgeist, um den kurzlebigen Beifall der Welt zu finden“.

Beim Glauben, hob der Weihbischof hervor, ginge es stets um etwas Lebendiges. Letztlich gehe es um Gott selbst, um Gott, der sich den Menschen in Jesus Christus endgültig kundgetan habe und in Christus Heil und Leben schenken wolle. Paulus spreche von einem „herrlichen Dienst“. „Dessen müssen wir Priester uns bewusst bleiben, dass wir etwas Großes tun dürfen. Dass wir etwas Anderes und  Herrlicheres bringen dürfen, als die Welt sich dies selber geben kann“, so Dr. Josef Graf abschließend.