News Bild „Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“ – Fronleichnam in Nabburg

„Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“ – Fronleichnam in Nabburg

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Der Blumenteppich mit dem Motiv des Seesturms war Blickfang beim eucharistischen Gebet am Vormittag des Fronleichnamstages in der Pfarrei St. Johannes in Nabburg. In mehrtägiger Arbeit war er entstanden und fand vor der Bücherei am Oberen Markt seinen Platz, dort, wo sonst die traditionelle Fronleichnamsprozession endet. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche fanden sich mit den geltenden Abstandsregeln ca. 150 Gläubige dort ein, zusammen mit den Fahnen der Nabburger Vereine und einem kleinen Ensemble der Jugendblaskapelle. Dieser Gottesdienst im Freien war seitens des Landratsamtes Schwandorf genehmigt worden. Dafür galten die bekannten Regeln, für deren Einhaltung zahlreiche Ordner gewissenhaft sorgten.

Die Verkündigung des Evangeliums vom Seesturm stand im Mittelpunkt der kurzen Gebetszeit vor dem Allerheiligsten in der Monstranz. Die Not der Jünger im Boot, die vom Sturm gebeutelt den Herrn um Hilfe anflehen, sei vergleichbar mit der Situation der Menschen in den vergangenen Monaten, so Pfarrer Hannes Lorenz. "Die Angst hat uns gelähmt und lähmt viele immer noch. Doch Jesus will unser Leben, unsere Rettung und unser Heil!" Christus nehme teil an unserem Leben mit all seinen Sorgen und Nöten. Darum sei es gerade in diesem Jahr notwendig, dass das Allerheiligste aus der Kirche heraus zu den Menschen gehe. Jesus wolle allen zur Seite stehen, die sich noch ins gewohnte Leben hineintasten. Er wolle den Kranken Hoffnung geben und uns allen Zuversicht schenken. So beteten die Gläubigen besonders für alle, die sich Sorgen um die Zukunft machen und für all jene, die sich derzeit noch nicht aus ihren vier Wänden trauen.

Nach dem "Tantum ergo" spendete der Pfarrer den eucharistischen Segen für die ganze Pfarrgemeinde und die Stadt Nabburg. Die herausbrechende Sonne verdeutlichte beim "Großer Gott, wir loben dich" die Freude des Festtags. Einmal mehr wurde deutlich, wie festliches miteinander Feiern unseren "grauen" Alltag erst richtig zum freudigen Feiertag macht. Dass das gottlob auch unter Corona-Bedingungen möglich ist, zeigte dieser außergewöhnliche Fronleichnamstag!