News Bild Vollversammlung des Diözesankomitees: Graf Lerchenfeld im Amt bestätigt – Hospizbewegung als christliche Aufgabe

Vollversammlung des Diözesankomitees: Graf Lerchenfeld im Amt bestätigt – Hospizbewegung als christliche Aufgabe

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Ganz im Zeichen der Neuwahl der Vorstandschaft stand die Vollversammlung des Diözesankomitees. Dabei wurde der Vorsitzende, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld (DJK), in seinem Amt im obersten Laiengremium der Diözese Regensburg einstimmig bestätigt, ebenso der stellvertretende Vorsitzende Michael Meier (Stephanusgemeinschaft). Als weitere stellvertretende Vorsitzende wurde Michaela Halter (Kath. Erziehergemeinschaft) neu gewählt. Als Delegierter in das Landeskomitee der Katholiken wird Edmund Speiseder (Kath. Elternschaft) entsandt, im Zentralkomitee der deutschen Katholiken werden Michaela Halter, Dr. Michael Schörnig (Kath. Akademikerverband) und Monika Uhl (Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen) vertreten sein.

Bei seinem Rückblick auf die vergangene Wahlperiode ging Graf Lerchenfeld auf die Schwerpunkte der Arbeit des Diözesankomitees ein. Zu Beginn habe die Konstituierung des Gremiums im Mittelpunkt gestanden, um schließlich auch die Arbeit in den Gremien auf Landes- und Bundesebene aufzunehmen. Höhepunkt sei sicherlich der Besuch des Papstes in Regensburg sowie die Fahrten nach Österreich und Pilsen zu den Gottesdiensten mit Papst Benedikt XVI. Inhaltlich habe man sich vor allem mit dem Thema „Ehe und Familie“ auseinandergesetzt, um gesellschaftspolitische Fragen zu klären. Dabei sei ein Schwerpunkt eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Diskussionsrunden zum Thema gewesen. Aktuell behandle man das Thema „Heiligung des Sonntags“ mit verschiedenen Aktivitäten, wie z.B. Briefe an die Landtagsfraktionen und Bürgermeister sowie einem Kreativwettbewerb zum Thema „Was den Sonntag ‚einfach göttlich’ macht“, deren Werke beim Bistumsstand am Ökumenischen Kirchentag in München ausgestellt werden sollen.

Graf Lerchenfeld wies außerdem besonders auf die Pontifikalvesper im Dom zu Regensburg am 25. April 2010 um 15 Uhr hin, die anlässlich des 5. Jahrestags der Wahl von Papst Benedikt XVI. stattfinde. Das traditionelle „Gebet in die Nacht“ werde deshalb erst im nächsten Jahr stattfinden. Thematischer Schwerpunkt der Vollversammlung des Diözesankomitee war die Hospizbewegung. Dazu berichtete Petra Seitzer, Vorsitzende des Hospizvereins Regensburg, über ihre Arbeit sowie über das geplante Johannes-Hospiz in Regensburg. Für die Begleitung von Schwerstkranken stünden 77 ehrenamtliche Hospizbegleiter zur Verfügung, die für ihre Aufgabe intensiv vorbereitet würden. Die Begleitung sei zu Beginn oft zurückhaltend, erst wenn eine Beziehung aufgebaut worden sei, kämen die Begleiter öfter zum Einsatz. Interessant sei, dass 85 Prozent der Begleitung im häuslichen Bereich erfolge und oft auch der Entlastung der Angehörigen diene. Da es in Regensburg noch kein stationäres Hospiz gebe, habe sich der Verein entschlossen, zusammen mit der Johanniter-Unfall-Hilfe ein Hospiz in Pentling zu bauen. Mit Hilfe von verschiedenen Unterstützern sei ein Baubeginn 2011 geplant, die Fertigstellung sei für 2012 vorgesehen. Petra Seitzer berichtete, dass in ein Hospiz nur Patienten kämen, die eine sehr weit fortgeschrittene Krankheit hätten, deren Heilung nicht möglich sei und nur noch eine begrenzte Lebenserwartung von wenigen Wochen oder Monaten hätten. Sie erklärte den Anwesenden auch die Unterschiede zwischen einer an ein Krankenhaus angeschlossenen Palliativstation und einem stationären Hospiz. Für den Hospizverein sei auch wichtig, dass die Angehörigen intensiv miteinbezogen würden, damit sie sich in Würde verabschieden können. Spenden für das geplante Hospiz seien über den Hospizverein möglich.