News Bild „Unsere Seelsorge ist weit mehr als nur die Heilige Messe“ – Polnische Priester in der muttersprachlichen Seelsorge in Deutschland

„Unsere Seelsorge ist weit mehr als nur die Heilige Messe“ – Polnische Priester in der muttersprachlichen Seelsorge in Deutschland

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Prälat Stanislaw Budyn, Delegat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für die polnischsprachige Seelsorge in Deutschland, ist am vergangenen Freitag mit Bischof Rudolf Voderholzer sowie mit dem Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamts, Prälat Peter Hubbauer, in Regensburg zum Gespräch zusammengekommen. Viele polnische Mitchristen sind in deutschen Pfarreien engagiert. „Sie sind dankbar für die seelsorgliche Betreuung in ihrer Muttersprache“, sagte Prälat Budyn, der die polnisch sprachige Seelsorge in der Bundesrepublik koordiniert.

In Deutschland leben die meisten polnischen Gläubigen im Ruhrgebiet. Auch im Raum Frankfurt haben sich in den vergangenen Jahren neue Gemeinden gebildet. In Bayern hat die Zahl der Polen deutlich zugenommen, die Seelsorge soll ausgebaut werden. Im Bistum Regensburg werden die polnischen Christen von zwei Seelsorgestandorten aus betreut: von Amberg aus der nördliche Teil, von Regensburg aus der südliche Teil des Bistums.

Für die polnischen Gläubigen, die aufgrund der beruflichen Verhältnisse oft kurzzeitig in Deutschland verweilen, ist die seelsorgliche Betreuung in ihrer Muttersprache eine wichtige Unterstützung. „Unsere Seelsorge ist weit mehr als nur die Feier der Heiligen Messe“, betonte Prälat Budyn. 95 Prozent der polnischen Gläubigen sind katholisch getauft. So werden besonders die Sakramente der Taufe, der Ehe und der Buße gespendet. Gerade Polen, die ohne wesentliche Bezugspersonen nach Deutschland kommen, schätzen die seelsorglichen Gespräche. Für sie kann der Priester eine tragende Vertrauensperson und Stütze in persönlichen Konflikten und moralischen Anfragen sein, erklärt Prälat Budyn: Sie brauchen Menschen, „bei denen sie ihr Herz ausschütten können“.