News Bild „Unsere Aufgaben haben eindeutig dienende Funktion“ – Interview mit Domkapitular Johann Ammer

„Unsere Aufgaben haben eindeutig dienende Funktion“ – Interview mit Domkapitular Johann Ammer

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Am Sonntag ist Johann Ammer im Hohen Dom St. Peter Regensburg zum Domkapitular aufgeschworen worden (im unteren Bild, hier nebenstehend, findet sich Domkapitular Ammer in der Mitte). Das Domkapitel hat ihn am 4. April 2017 gewählt, Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat ihn bestätigt. Der 50-jährige Niederbayer aus Hinzlbach in der Gemeinde Weng wirkt seit kurzem als Stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Bischöflichen Ordinariat Regensburg. 1995 erhielt er das Sakrament der Priesterweihe und wirkte als Kaplan in Regenstauf und Gangkofen, seit 2001 als Pfarrer in Pilsting bzw. in der Pfarreiengemeinschaft Pilsting-Großköllnbach. 7 Jahre lang war der Bischöflich Geistliche Rat Ammer außerdem Dekan im Dekanat Frontenhausen-Pilsting. Seit drei Jahren amtiert er als Sekretär des Priesterrats im Bistum Regensburg.

Herr Domkapitular, was heißt es, Domkapitular zu sein, welche Aufgaben bringt dies mit sich? Welche Aufgaben hat das Domkapitel?

Das Domkapitel ist ein Gremium von zehn Priestern, das für die Liturgie am Regensburger Dom zuständig ist. Außerdem unterstützt es den Bischof als Konsultorengremium bei der Leitung des Bistums. Die Gebetsgemeinschaft und Gottesdienstgemeinschaft des Kapitels ist für mich sehr wichtig, da sie über alle Aufgaben der Verwaltung hinaus trägt. Auf die Ausfüllung dieser Aufgaben freue ich mich sehr.

Was ist derzeit Ihre Aufgabe im Bischöflichen Ordinariat?

Derzeit lerne ich die Hauptabteilung Pastorale Dienste kennen. Die eine Hauptabteilung aus den Hauptabteilungen Priester und Diakone und Pastorale Dienste soll dereinst das gesamte Personal im Blick haben, um gut planen und besetzen zu können. Im Bistum sind derzeit 626 Priester, 83 Diakone und 256 hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Einsatz. Aber auch und gerade hier geht es ja nicht ausschließlich um Planung und Besetzung, sondern in seelsorglicher Hinsicht um Menschen und um ihr Wohl und Heil.

Was bringen Sie dafür mit?

Den Blick in die Seelsorge aus der Erfahrung des Alltags. Ich kenne seine Schattierungen gut. Auch als Dekan hatte ich ja gar nicht so wenig mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu tun. Kurz: Ich habe dafür einen offenen Blick, bilde ich mir jedenfalls ein. Unsere Aufgaben hier haben eindeutig dienende Funktion. Das Miteinander der hier in den Abteilungen Tätigen und der in den Pfarreien und überhaupt in der Seelsorge Tätigen möchte ich stärken. Ich sehe mich zu beiden zugehörig.

Was haben Sie sich vorgenommen?

Ich möchte kein Funktionär werden, sondern Mensch und Seelsorger bleiben. Ich sage es positiv: Ich bin als Priester, Seelsorger und Verkünder angetreten. Und ich bin optimistisch, dass ich es auch weiterhin bin.

Das heißt, Sie werden weiter in der Seelsorge tätig sein?


Im Rahmen der Möglichkeiten werde ich in der Seelsorge mithelfen.

 

Die Fragen stellte Dr. Veit Neumann