News Bild Totengedenken an Allerseelen: Bischof feiert Pontifikalamt in Ziegetsdorf

Totengedenken an Allerseelen: Bischof feiert Pontifikalamt in Ziegetsdorf

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Zu Allerseelen hat Bischof Rudolf Voderholzer in der Pfarrkirche St. Josef in Regensburg-Ziegetsdorf ein Pontifikalamt gefeiert und im Anschluss das Grab der Eltern und der Schwester der Ratzinger-Brüder Georg und Joseph gesegnet. Diese Tradition besteht schon seit vielen Jahren und war 2020 besonders angebracht: Am ersten Juli war der ehemalige Domkapellmeister Georg Ratzinger verschieden und davor hatte der emeritierte Papst seinen kranken Bruder besucht und hatte während des Regensburg-Aufenthalts auch am Familiengrab in Ziegetsdorf gebetet.

 

Gemeinsames Gebet für die Verstorbenen

Angesichts des ab dem zweiten November beginnenden Teil-Lockdowns betonte der Bischof, wie froh er sei, dass die Regierung die Bedeutung von Gebet anerkenne und Gottesdienste weiterhin erlaubt seien. Überdies sei in diesem Jahr das Totengedenken von besonderer Wichtigkeit, hätten doch unzählige Menschen 2020 in Einsamkeit sterben müssen. „Mein Gruß gilt vor allem denjenigen, die in diesem Jahr an einem frischen Grab stehen“, sprach der Bischof zu den Gläubigen. Einige der Sterbefälle, die während des Allerseelenamtes in den Blick genommen wurden, waren in eine Zeit gefallen, in der ein Abschied wegen Corona nicht möglich war. Umso wichtiger sei es, dass an Allerseelen aller Angehörigen der Pfarrei gedacht werde und man gemeinsam trauere.

Hoffnung auf das ewige Leben

Zu Allerseelen, führte Bischof Rudolf in seiner Predigt weiter aus, stünden wir außerdem nicht nur vor den Gräbern anderer, sondern auch vor der Frage nach dem Sinn unseres eigenen Lebens. In diesem Zusammenhang verwies der Bischof auf eine Passage aus der Regensburger Sonntagsbibel, in der Joseph Ratzinger anlässlich von Allerseelen die christliche Hoffnung auf Auferstehung in Worte fasst: „Erneuern wir am heutigen Tag die Hoffnung auf das ewige Leben, das wirklich im Tod und in der Auferstehung Christi gründet. ‚Ich bin auferstanden und bin jetzt immer bei dir‘, sagt uns der Herr, ‚und meine Hand trägt dich. Wo auch immer du fallen magst – du wirst in meine Hände fallen, und ich werde sogar an der Pforte des Todes da sein. Wohin dich keiner mehr begleiten kann und wohin du nichts mitnehmen kannst, dort warte ich auf dich, um für dich die Finsternis in Licht zu verwandeln.‘“