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Zur Neuigkeit
Sternsinger besorgt über Vorsitz der AfD in der Kinderkommission im Bundestag
Glaubwürdigkeit der Kinderpolitik in Gefahr
Aachen, 11. Mai 2026
Das Kindermissionswerk Die Sternsinger äußert sich besorgt über den neuen Vorsitz der Kinderkommission im Deutschen Bundestag, den ab Montag, 11. Mai, die AfD stellt, und fordert die demokratischen Parteien auf, Haltung zu zeigen.
„Die Kinderkommission trägt eine besondere Verantwortung. Sie soll die Interessen von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt parlamentarischer Arbeit stellen, deren Rechte stärken und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Der Vorsitz dieses Gremiums ist daher nicht nur ein organisatorisches Amt, sondern ein wichtiges politisches Signal“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks.
Vorsitz muss Vertrauen schaffen
„Aus unserer langjährigen Arbeit mit Kindern weltweit wissen wir: Kinderrechte sind unteilbar. Sie gelten für alle Kinder, unabhängig von Herkunft, Religion, sozialem Status oder familiärer Situation. Politische Positionen, die Ausgrenzung betreiben, Vielfalt in Frage stellen oder Solidarität begrenzen, stehen aus unserer Sicht im Widerspruch zum Grundverständnis und zu den Werten der Kinderkommission“, betont Pfarrer Bingener. Die Kinderkommission brauche einen Vorsitz, der Vertrauen schafft – bei Familien, bei Fachorganisationen, bei Kirchen und zivilgesellschaftlichen Initiativen und nicht zuletzt bei den Kindern selbst. Sie müsse ein Raum bleiben, in dem christliche Werte von Achtung, Verantwortung und Zusammenhalt praktisch wirksam werden. Der Vorsitz durch die AfD belaste dieses Vertrauen erheblich, so Bingener.
Das Kindermissionswerk fordert die demokratischen Parteien daher auf, Haltung zu zeigen. Sie müssen gemeinsam für die Kinderrechte eintreten und alles dafür tun, dass die Kommission nicht für parteipolitische, populistische und ideologische Zwecke instrumentalisiert wird. Die Kinderkommission muss ein Ort bleiben, an dem die Interessen junger Menschen verbindend und verantwortungsvoll vertreten werden.
Text: Robert Baumann/Kindermissionswerk Die Sternsinger
(kw)




