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Schwester Lucia: Diözesane Phase in Coimbra abgeschlossen

Fatima-Seherkind näher an der Seligsprechung

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Coimbra, 17.11.2022

Die Diözesanphase des Seligsprechungsprozesses von Schwester Lucia de Jesus (1907-2005), eines der drei Seherkinder von Fatima, ist zum Ende gekommen und unterliegt nun der direkten Zuständigkeit des Heiligen Stuhls und des Papstes.

Schwester Lucia de Jesus (1907-2005) war eines der drei Seherkinder von Fatima, die zwischen Mai und Oktober 1917 in sechs Erscheinungen die Gottesmutter sah. Sie lebte 57 Jahre als Karmelitin in Coimbra und ist seit 2006 in der Wallfahrtsbasilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz im Heiligtum von Fatima beigesetzt. 

Der Seligsprechungsprozess wurde am 30. April 2008 in Coimbra eröffnet, drei Jahre nach dem Tod Lucias. Der feierliche Abschluss der diözesanen Phase des Seligsprechungsprozesses wird am 13. Februar im Karmelkloster der Hl. Teresa in Coimbra stattfinden.

Während der diözesanen Phase wurden alle Schriften von Schwester Lucia sowie die Aussagen der gehörten Zeugen über den Ruf der Heiligkeit und der heroischen Tugenden der bereits ernannten Dienerin Gottes zusammengetragen. Nach dem Abschluss wird das gesamte gesammelte Material an die Kongregation für die Heiligsprechungsprozesse in Rom weitergegeben, die den Prozess fortsetzen wird.

Der Rektor des Heiligtums von Fatima, Carlos Cabecinhas, drückte seine Freude über den Abschluss der diözesanen Phase des Seligsprechungsprozesses aus. Alle Menschen, insbesondere die Pilger, die nach Fatima kommen, rief er dazu auf, für die Seligsprechung Lucias zu beten: „Den Aufruf, den ich an alle richte, ist zu beten, damit der Prozess so schnell wie möglich abgeschlossen werden kann.“

Die Vizepostulatorin des Seligsprechungsprozesses Schwester Angela Coelho betonte, dass der Prozess „aufgrund der vielen hinterlassenen Dokumente und der Notwendigkeit, diese ausführlich zu begutachten“, einige Jahre in Anspruch genommen habe: „Jede Seite, die Schwester Lucia geschrieben hat, musste ausführlich begutachtet werden und wir sprechen hier von über 10.000 Briefen, die wir sammeln konnten, sowie einem Tagebuch mit zweitausend Seiten. Daneben noch andere, persönlichere Texten“, sagte Schwester Angela Coelho. Über 30 Mitarbeiter, unter ihnen 18 Theologen und 8 Mitglieder des historischen Ausschusses, arbeiteten Vollzeit an dieser Diözesanphase.

Text und Fotos: Julia Wächter