News Bild Renommierte Organisten zu Gast im Regensburger Dom
Renommierte Organisten zu Gast im Regensburger Dom

Im Instrument sitzen

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„Wir freuen uns sehr, dass wir wieder so weit sind und hoffen, dass wir wieder angenommen werden von den Leuten, wie es vorher war.“ Dem Beginn der diesjährigen Orgelkonzertreihe blickt Prof. Franz Josef Stoiber, Domorganist in Regensburg, zuversichtlich entgegen. Am vergangenen Mittwoch hat bereits die Auftaktveranstaltung „Junge Organisten“ mit den Musikern Agustin Mejia und Marius Herb stattgefunden. Domorganist Stoiber wirbt dafür, Musik und Kultur wieder leibhaftig zu erleben: „Bei der Orgel sitzt man im Instrument drin. Der Kirchenraum ist für die Orgel der Schallkörper, das was bei der Geige der Instrumentenkorpus ist. Darum erlebt man den Klang so richtig körperlich und spürt die Schwingungen und die tiefen Bässe.“ Am ersten Juni beginnt Domorganist Franz Josef Stoiber den Orgelzyklus. Ihm folgen weitere großartige Organisten: „Es wird immer nur die Crème de la Crème eingeladen." Die Konzerte finden im Juni und Juli jeden Mittwoch um 20 Uhr statt. Karten können beim Informations- und Besucherzentrum DOMPLATZ 5 bereits im Voraus erworben werden. Kurzentschlossene bekommen auch an der Abendkasse noch eine Karte. „Obwohl es immer ziemlich voll war, hat man immer noch ein Plätzchen bekommen“, erklärt Domorganist Stoiber.

Domorganist Franz Josef Stoiber lädt Sie herzlich zu den Domorgelkonzerten ein:

Herr Professor Stoiber, Sie sind jetzt seit 26 Jahren Domorganist in Regensburg. Können Sie sich noch an das erste Mal erinnern, als Sie im Dom gespielt haben?

Da kann ich mich gut daran erinnern, das war ein Fastensonntag. Da gab es die große Orgel noch nicht. Nur die Chororgel, die jetzt auch noch steht. Die war hauptsächlich für die Begleitung des Chores da, aber sie musste damals den ganzen Raum beschallen und das war natürlich nur mit Mühen möglich. Ein bisschen verloren kam ich mir schon vor, aber trotzdem war es ein sehr bewegendes Ereignis, der Raum an sich und die große Liturgie.

 

Welche Bedeutung hat die Kirchenmusik für den Gottesdienst?

Das gesungene Wort dringt viel tiefer ein. Martin Luther hat gesagt: „Wenn sie´s nicht singen, glauben sie´s nicht!“ Erst wenn man singt, dann nimmt man es auf, bis in die letzte Faser seiner Existenz hinein. Die Botschaft des Glaubens wird dadurch auch emotional vermittelt. Ein Kirchenmusiker führt auch die Leute zusammen, wenn er mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen probt und das ist eine enorm wichtige pastorale Arbeit.

 

(jf)

Weitere Infos

Das Programm für die Orgelkonzertreihe im Regensburger Dom finden Sie hier.