News Bild Priester: getragen und respektiert

Priester: getragen und respektiert

Home / News

Am Montag und Dienstag dieser Woche traf sich der Priesterrat des Bistums Regensburg im Diözesan-Exerzitienhaus Johannisthal bei Windischeschenbach zu seiner Frühjahrskonferenz. Die 71 Mitglieder repräsentieren die 1162 Priester der Diözese. Vorsitzender ist Bischof Gerhard Ludwig Müller und Sekretär Stadtdekan Prälat Alois Möstl. Hauptthema des Treffens war die Situation der Priester, ein Thema, das mit dem Jahr des Priesters vorgegeben war, das Papst Benedikt XVI bereits im vergangenen Juni ausgerufen hatte. Das Ergebnis des Austausches kann man in drei Punkten zusammenfassen:








###FES###FLSDie Priester identifizieren sich in hohem Maße mit ihren Pfarrgemeinden. Sie fühlen sich von den Menschen getragen und respektiert.
###FLE###FLSSie stehen in engem Kontakt mit allen Altersgruppen. Viele wünschen sich mehr Jugendliche und junge Erwachsene in den Pfarrgemeinden. Aber auch aus dieser Altersgruppe ist laut jüngsten Umfragen mehr als jeder Dritte in der Pfarrgemeinde oder einem kirchlichen Verband eingebunden, eine höchst erfreuliche Anzahl.
###FLE###FLSFast alle Priester berichten von lebendigen Pfarrgemeinden, die sich einsetzen für ihre Mitmenschen wie zuletzt für die Erdbebenopfer in Haiti. Die Katholiken sammelten mehr als eine halbe Million Euro. Und das, nachdem bereits viele direkt über Misereor, Adveniat oder die Caritas gespendet hatten. ###FLE###FEEDas Tagungsthema erfuhr besondere Aktualität aufgrund der umfangreichen Berichterstattung zu den Vorfällen in der Berliner Jesuitenschule. Der Priesterrat dankt allen Journalisten, die fair und sachlich dieses für die Opfer und für die Kirche so schmerzliche Thema aufgreifen. Gleichzeitig weist er alle Berichte zurück, die den Anlass ausnutzen, um einen ganzen Berufsstand zu diffamieren. Prälat Alois Möstl: „Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass unter allen relevanten Berufsgruppen solche Missbrauchsfälle am wenigsten bei der Gruppe der Priester vorkommen. So tragisch jeder Fall ist, ein Aufbauschen in den Medien lässt die Vermutung aufkommen, dass man die Glaubwürdigkeit der Priester und damit der Kirche untergraben wolle. Verfehlungen Einzelner können doch nicht der Vorwand sein, tausende von Menschen in die Nähe von Verbrechern zu stellen.“ Der Priesterrat unterstreicht die Entschiedenheit, mit der im Bistum Regensburg gegen alle vorgegangen wird, die sich des Kindesmissbrauchs schuldig machen. Prälat Alois Möstl: „In begründeten Verdachtsfällen fordern wir die Betroffenen auf, sich selbst den Behörden zu stellen. Wir arbeiten eng zusammen mit der Staatsanwaltschaft. Die Täter sollen sich zivilrechtlich, strafrechtlich und kirchenrechtlich verantworten.“

Prälat Alois Möstl ruft alle Christen im Bistum auf: „Bitte lasst Euch nicht verunsichern von jenen Journalisten, die lieber Klischees bedienen als über die Wirklichkeit zu schreiben.“