Pilger aus Atting feiern in Rom Gottesdienst mit Gerhard Ludwig Kardinal Müller

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44 Pilger und Pilgerinnen schlossen sich der Wallfahrt der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Atting bei Straubing nach Rom an und waren von den erlebnisreichen Tagen in der Ewigen Stadt sowie in Assisi begeistert. Für mehr als die Hälfte der Reiseteilnehmer war es das Erste Mal in ihrem Leben, dass sie den Petersplatz mit eigenen Augen sahen. Der Spaziergang durch die Vatikanischen Gärten, die spontane Begegnung mit Contessa, der Katze von Papst Emeritus Benedikt XVI. sowie der Besuch der Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle hinterließen bleibende Eindrücke.

 

Am Freitagmorgen versammelten sich die Pilger in der Santa Maria della Pieta am Campo Santo Teutonico, in der Gerhard Kardinal Müller extra für die Wallfahrergruppe aus seiner ehemaligen Diözese Regensburg einen Gottesdienst zelebrierte. In seiner Predigt erinnerte der Kardinal an die Spuren der Apostel Petrus und Paulus, die in der Ewigen Stadt zu finden sind. „Wer glaubt ist nie allein“ und „Mit Christus Brücken bauen“ waren Lieder die von der Pilgergruppe kräftig mitgesungen wurden und Gerhard Kardinal Müller an seine Regensburger Zeit erinnerten. Anschließend nahm sich der Kardinal noch Zeit für Begegnung und Fotos auf dem Campo Santo Teutonico, dem deutschen Gottesacker auf dem Gelände des Vatikanstaates. „Ja, wir haben viele Termine gemeinsam erlebt“ lachte Gerhard Kardinal Müller in Erinnerung an Foto- und Pressebegleitung in den elf Jahren als Regensburger Bischof, als ihm Reiseleiterin Irmgard Hilmer mit einem Straubinger Spezialitäten-Präsent dankte.

 

Selbstverständlich besuchte die Pilgergruppe auch den riesigen Petersdom und lauschte den Erklärungen über die Pietà von Michelangelo, das Grabmal der Christina von Schweden, die wegen der Annahme des katholischen Glaubens auf die Krone verzichtete, das Grab des heiligen Petrus mit dem riesigen Baldachin von Bernini, die vier kolossalen Pfeiler mit monumentalen Statuen von Heiligen oder auch die Seitenaltäre, darunter das Grab vom Heiligen Papst Johannes Paul II sowie die unter dem Dom liegenden Scavi´s. Ein Höhepunkt war bereits am Mittwoch die Papstaudienz bei strahlend blauem Himmel mit Papst Franziskus und lautstark wurde die namentliche Begrüßung der Pilgergruppe aus Atting beantwortet. Es war ein überwältigendes Gefühl, als Papst Franziskus im Jeep direkt an der Pilgergruppe vorbeifuhr, sich umdrehte, um ein Baby zu segnen und lächelnd allen Anwesenden zuwinkte. Interessiert lauschten die Pilger den Erzählungen über diesen geschichtsmächtigen Friedhof im Gelände des Vatikanstaates, auf dem seit dem zweiten Jahrhundert Pilger aus deutschsprachigen Ländern bestattet werden.

 

Nicht zuletzt beeindruckte der Heilige Vater durch seine herzlichen Worte in der Homilie, in der über die Charismen, die Geschenke des Heiligen Geistes sprach und betonte, dass alle Charismen in den Augen Gottes wichtig sind. „Heute feiert die Kirche den Gedenktag der heiligen Therese vom Kinde Jesu. Dieser im Alter von 24 Jahren gestorbenen Heiligen lag die Kirche sehr am Herzen. Sie wollte Missionarin sein, aber alle Charismen besitzen und sagte: ‚Ich möchte dies und das tun‘. Sie wollte alle Charismen. Sie betete und vernahm, dass ihr Charisma die Liebe war. So sagte sie diesen schönen Satz: ‚Im Herzen der Kirche werde ich die Liebe sein.‘ Und dieses Charisma besitzen wir alle: die Fähigkeit zu lieben. Bitten wir heute die Heilige Therese vom Kinde Jesu um diese Fähigkeit, die Kirche tief zu lieben und all jene Charismen mit der Liebe der Kinder der Kirche, unserer heiligen Mutter Kirche, anzunehmen,“ sagte Papst Franziskus spontan und in persönlichen Worten zu den Zehntausenden von Pilgern auf dem Petersplatz, die ihm mit herzlichem Applaus dankten. Nicht zuletzt führte das Miterleben der unüberschaubaren Schar von Pilgern aus allen Herren Ländern beim gemeinsamen Vater unser auf lateinisch die Weltkirche deutlich vor Augen.

 

Nach dem Abschied aus Rom wurde Assisi angesteuert. Die mittelalterliche Stadt in den Bergen bot ein wunderbares Kontrastprogramm zum hektischen Rom. Spätsommerliche Temperaturen mit Auftritten von verschiedenen Künstlern, Gauklern, Feuerspuckern und Musikern belebten die Plätze. Der Besuch der Kirchen in Assisi, das Wandern auf den Wegen der Heiligen Klara und des Heiligen Franz von Assisi genau am Patroziniumstag war ein wunderbarer Abschluss einer eindrucksvollen Pilgerreise.