News Bild Pfarrei Vilseck feiert Patrozinium ihrer Kreuzbergkirche mit Bischof Rudolf

Pfarrei Vilseck feiert Patrozinium ihrer Kreuzbergkirche mit Bischof Rudolf

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Mit einem festlichen Pontifikalamt beging die Pfarrei Vilseck in Axtheid-Berg das Patrozinium der Kreuzbergkirche im Rahmen der dortigen Bergfestwoche. Stadtpfarrer Johannes Kiefmann durfte zu diesem besonderen Anlass Bischof Dr. Rudolf Voderholzer als Zelebrant begrüßen. Die spätsommerlich geschmückte Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt – genau wie die Bänke, die unter dem Schutz der Bäume vor dem Eingang der Kirche aufgestellt waren.

 

Das Kreuz ist allgegenwärtig

Der Vilsecker Kirchenchor unter der Leitung von Frank Winkelmann sorgte für einen würdigen, musikalischen Rahmen. Nach dem Einzug des Bischofs, begleitet von Pfarrer Kiefmann, Pfarrvikar Hrudaya Kumar Madanu, Studiendirektor Lothar Kittelberger und Prälat Willibald Meiler, begrüßte der Hausherr die vielen Gläubigen zur Feier des Gottesdienstes, am letzten der vielen Bergfeste, die den Landkreis Amberg-Sulzbach prägen. Er zeigte sich stolz darauf, dass heuer zum ersten Mal auch ein Diözesanbischof das beschauliche Fest besucht.  Bischof Rudolf Voderholzer dankte in seiner Begrüßung für den freundlichen Empfang und insbesondere den vielen Ehrenamtlichen, für ihr großes Engagement rund um dieses Fest. Es stünden Gebet und Gottesdienst im Zentrum, aber – so fügte er augenzwinkernd hinzu -  freue er sich auch schon auf das gemütliche Zusammensein im Anschluss.

Passend zum Patrozinium bezog sich auch seine Predigt auf das Kreuz. Überall sei es gegenwärtig – am Hals, in der Kirche, über dem Hochaltar, in Wohnhäusern, auf Marterln und an besonders markanten Punkten,  wie beispielsweise auf dem Gipfel eines Berges.  Wurde das Kreuz in den ersten Jahrhunderten des Christentums  noch zur Kreuzigung von Menschen missbraucht, schaffte Kaiser Konstantin zu Beginn des 4. Jahrhunderts diese Art der Todesstrafe ab. Eine Legende besagte, dass die Heilung eines Gelähmten, der auf das dritte Kreuz gelegt wurde und geheilt herunter stieg bewiesen hätte, dass das wahre Kreuz Christi gefunden worden sei. 

Seitdem gilt das Kreuz als Zeichen des Heiles und des Segens.  Das Kreuz wurde von nun an erhöht aufgestellt, gut sichtbar für die Menschen. Diese Kreuzerhöhung sei am Vorabend des 13. September geschehen – dem Patrozinium der Kreuzbergkirche. „Das Kreuz ist ein eindeutiges Erkennungszeichen, das Logo der Christen! Es ist heute das wohl erfolgreichste Symbol einer Gemeinschaft, das man sich vorstellen kann!“, so Bischof Rudolf begeistert. Er bat die Gläubigen, dieses Zeichen allzeit sorgsam  zu beachten. Früher hätten sich die Menschen bekreuzigt, wenn sie an einem Kreuz vorübergekommen seien, und damit den Segen des Kreuzes aufgefangen. Genauso verhalte es sich mit dem Kreuzzeichen, mit dem man die Quelle des Segens annehme. 

„Willst du Gottes Liebe sehn, musst du unterm Kreuze stehn!“

Menschen, die einen hohen Gipfels erklommen und einen Dank oder Gruß in das Buch unter dem Gipfelkreuz schreiben, hätten dort einen Spruch hinterlassen, der den Bischof beeindruckte und den er deshalb gerne zitierte: „Willst du Gottes Größe sehn, musst du in die Berge gehn. Willst du Gottes Liebe sehn, musst du unterm Kreuze stehn.“ Dieser Ausspruch spiegele eine überwältigende Situation wider, im Angesicht der unglaublichen Schöpfung, die Gott dem Menschen anvertraut hat.  Auch auf dem Kreuzberg in Axtheid könne man diese wunderbare Schöpfung Gottes genießen, so der Bischof. In der untergehenden Sonne genauso, wie am Morgen, wenn der Tag erwacht.  Manchmal hole einen aber auch das Kreuz des Lebens ein, man sehe Kreuze auch in Krankenzimmern und auf Friedhöfen.

Durch den Tod seines Sohnes am Kreuze habe Gott den Sinn gewandelt in ein Zeichen der Hoffnung, des Lebens und des Heiles. Er habe es im Zeichen der göttlichen Liebe zum Segen für die Menschheit gemacht. Es sei richtungweisend für den Glauben und das Gebet, aber auch Anker, um sich daran festzuhalten. Passend dazu sang die ganze Kirchengemeinde nach dem Wettersegen durch Bischof Rudolf Voderholzer das Lied vom Papstbesuch, der sich in diesen Tagen zum zehnten Mal jährte: „Wer glaubt, ist nie allein!“