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Pfarrei in Nazareth dankt für Unterstützung aus Regensburg

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(pdr) Gemeinsam mit dem Münchner Kardinal Friedrich Wetter und dem Passauer Bischof Wilhelm Schraml hat der Regensburger Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller im Rahmen der Grundsteinlegung des künftigen Gemeindezentrums in Nazareth das Bauprojekt gesegnet. Die Bischöfe übergaben symbolisch die Spendengelder, die im vergangenen Jahr während des Besuchs des Heiligen Vaters in den Diözesen gesammelt wurden. Der Bau des Gemeindezentrums, das Papst Benedikt XVI. unterstützt, hat in der Zwischenzeit begonnen. Aus der Diözese Regensburg gingen Spenden in Höhe von rund 500.000 Euro ein, teilte Bischof Gerhard Ludwig mit. Die Priester der römisch-katholischen Pfarrei von Nazareth dankten dem Regensburger Bischof sowie dem ganzen Bistum für die großzügige Unterstützung und überreichten „in Dankbarkeit und Hochschätzung, dass Sie die christlichen Gemeinden im Heiligen Land unterstützen“, ein Präsent.

Bischof Gerhard Ludwig erklärte, durch den Besuch im Heiligen Land sei das Ziel der Solidarisierung mit den Christen in der Region erreicht worden. Außerdem sei es gelungen, Pilger aus Deutschland und Europa zu ermutigen, wieder ins Heilige Land zu fahren. „Im großen und ganzen ist die Sicherheit für die Pilger gegeben. Man ist nicht unsicherer als in jeder anderen Situation seines Lebens“, so Bischof Gerhard Ludwig. Die Lage der Christen in der Region bezeichnete der Bischof als „nicht einfach“. Zwar gebe es keine offene Christenverfolgung. Viele Christen sähen in ihrer Heimat jedoch keine Zukunft mehr. Es bestehe die Gefahr, dass das Christentum hier so minimal werde, dass ein christliches Gemeindeleben kaum mehr möglich sei.

„Tief bewegend und beeindruckend“ nannte es der Bischof, die Stätten des konkreten Lebens Jesu zu besuchen. Vor allem erinnerten sie daran, „dass unser Glaube kein Mythos ist, der von der Geschichte und der Geographie, vom Land und von den Menschen dort gelöst werden kann“. Es sei „faszinierend und innerlich bewegend“, dass Christen in der Region ihre Vorfahren historisch bis in die Zeit der Urkirche zurückverfolgen können. Angesichts der anhaltenden Konflikte im Heiligen Land nannte Bischof Gerhard Ludwig das Ziel eines „echten Zusammenlebens und Zusammenwirkens der Menschen“. Allerdings seien die Grundkonflikte, verstärkt durch das Ineinandergreifen von Wohngebieten unterschiedlicher Bevölkerungs- und Religionsgruppen, „schwer lösbar“. (ven)

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