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Pastoralbesuch im Dekanat Laaber

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Autor: Irmgard Hilmer

Pastoralbesuch in der Region Regensburg: Dekanat Laaber
Für Bischof Gerhard Ludwig Müller stand Donnerstag, der 30. März 2006 ganz im Zeichen seines Pastoralbesuches im Dekanat Laaber. Damit hat Bischof Gerhard Ludwig nun alle 33 Dekanate in den acht Regionen des Bistums besucht. Bereits um acht Uhr wurde der Tag mit der gemeinsamen Laudes, dem Morgenlob der Kirche, in der Pfarrkirche Sankt Leonhard in Viehausen begonnen. „Mein Besuch soll das ganze Spektrum menschlichen Lebens in den Blickpunkt nehmen“, erklärte der Diözesanbischof. Beim anschließendem Rundgang durch das ehemalige Kloster, dem pfarreieigenem Kindergarten und der Schule kam es zu vielen Begegnungen. „Herr du hast uns deine Welt geschenkt“ sangen die Kindergartenkinder und Bischof Gerhard Ludwig versicherte ihnen: „Gott liebt alle Menschen, die Großen und die Kleinen“.

Interessiert zeigten sich der Bischof und Regionaldekan Hans Strunz vom Biomasse-Heizkraftwerk der Gemeinde. Der Besuch in Parsberg führte zum pädagogischen Zentrum mit seinen 80 Jugendlichen zwischen sechs und neunzehn Jahren. Hier stellten die Verantwortlichen den Gästen das Projekt „Religion in der Jugendhilfe“ vor. Bei der Führung durch die Förderschule und die neu erbauten Wohnheime konnte sich Bischof Gerhard Ludwig von der aufwendigen Arbeit der Mitarbeiter überzeugen, zu denen auch sieben Mallersdorfer Schwestern gehören. Bei dieser Gelegenheit segnete er die von den Schülern selbstgebastelten Tonkreuze für ihre Zimmer. Und auch die Kleinen im Kindergarten freuten sich über das gemeinsame Beten und Singen. Munter erzählten die 95 Sprößlinge dem Bischof von Regensburg über ihr Wissen von Jesus und Maria.

Anschließend besuchte Bischof Gerhard Ludwig Müller die seit 1979 bestehende Drogenklinik in Parsberg. 54 Jugendliche und junge Erwachsene aus vierzehn verschiedenen Nationen finden hier eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Sie alle waren aufgrund ihres Drogenkonsums straffällig geworden und absolvieren im Rahmen ihrer Vorstrafen eine Therapie, anstelle in einer Justizvollzugsanstalt. Auf familiären Stationen, in Beschäftigungs- und Arbeitstherapie erleben sie Gemeinschaft und einen geregelten Aufgabenbereich. Vor allem wird die schulische Ausbildung und Berufsausbildung gefördert. „Eine Meisterprüfung zu bestehen ist eine großartige Leistung“ lobte Bischof Gerhard Ludwig einen jungen Patienten, der vor wenigen Tagen seine Meisterprüfung im Metzgerhandwerk erfolgreich abgelegt hat.

Nächste Station war das Treffen im Rathaus Parsberg mit Bürgermeister Josef Bauer und den Vertretern der Stadt. Hier trug sich der Diözesanbischof in das Goldene Buch der Stadt ein. „Der Bischof als Repräsentant der Ortskirche möchte da sein, wo die Menschen sind, wo sie arbeiten und leben“, erklärte Bischof Gerhard Ludwig seine Pastoralbesuche. Der anschließende Abstecher in Laaber begann mit einem Treffen mit Senioren im Jakobskeller der Pfarrei. Als Gläubige erleben die Senioren in Laaber Gemeinschaft, beten, singen und basteln miteinander. „Es ist schön, wenn sich Christen nicht nur in der Liturgie begegnen, sonder auch bei den alltäglichen Lebenssituationen“ betonte Bischof Gerhard Ludwig.

Am Anfang der folgenden Dekanatskonferenz in Hemau stand die gemeinsame Vesper im Caritas Altenheim. 20 aktive Priester, ein Diakon, sechs hauptamtliche Laienmitarbeiter und fünf Pensionisten versicherten dem Bischof eine gute, geschwisterliche Atmosphäre. Hocherfreut waren die Bewohner des Altenheimes Sankt Michael über die Anteilnahme, wohlwollenden und tröstenden Worte des Bischofs. „Ich werde für Sie beten“ versicherte Bischof Gerhard Ludwig einer Patientin, die ihm von ihrer Angst vor der bevorstehenden Operation erzählte. Krönender Abschluss des langen Tages war am Abend die Eucharistiefeier in der Stadtpfarrkirche. Bischof Gerhard Ludwig erklärte den Gläubigen, dass er mit seinen Besuchen das Evangelium in die Pfarreien des Dekanates tragen wolle. Er ermunterte, aus der Freude des Glaubens heraus zu leben, die Sakramente zu empfangen und bei der Neuevangelisierung mitzuhelfen. „Der Wesensauftrag der Kirche ist, im Gebet und in der Fürbitte füreinander einzustehen“ betonte der Bischof. Jeder Katholik solle sich mit seinen von Gott geschenkten Gaben und Charismen in den Dienst der Kirche stellen und so Zeugnis vom Evangelium geben. Den musikalischen Bestandteil der Eucharistiefeier gestalteten 230 Mitglieder der Dekanatskirchenchöre. „Unser Wunsch für diesen Pastoralbesuch war, dass die Begegnung dem Bischof und uns allen gut tut“ betonte Dekan Johann Schächtl abschließend und meinte: „Es war ein wunderbarer Tag der Begegnung“. Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim mit Priestern, hauptamtlichen Mitarbeitern und den Kirchenchören des Dekanates war Zeit für Gespräche mit dem Bischof.