St. Peter in Rom, stilisiert, Papst Leo XIV.

Papst Leo zum Weltgebetstag der Bewahrung der Schöpfung

„Gebet und Handeln“


Rom / Regensburg, 1. September 2026

Papst Leo hat nach dem Angelusgebet am Sonntagmittag auf den bevorstehenden Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung vorausgeblickt. „Damit beginnt die – von Christen verschiedener Konfessionen begangene – Schöpfungzeit, deren Thema in diesem Jahr ‚Lebendiges Wasser‘ lautet“, sagte er in Castel Gandolfo.

„Wie ich in der Botschaft zu diesem Tag in Erinnerung gerufen habe, erfordert die Sorge für unser gemeinsames Haus eine Bekehrung des Herzens, damit das, was bislang zur Zerstörung eingesetzt wurde, künftig vielmehr dem Leben zugutekommt“, fuhr er fort, bevor er alle einlud, „sich im Gebet und im Handeln einzubringen, damit wir zu Kanälen für das lebendige Wasser von Gottes Frieden werden und unsere verwundete Welt erquicken“.

Am Dienstagabend, um 18:30 Uhr, wird Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo eine „Messe für die Bewahrung der Schöpfung“ feiern. Er hatte dieses neuartige Messformular dort bereits im Juli 2025 verwendet. Damals hatte Leo in seiner Predigt gesagt, „dass wir für die Bekehrung vieler Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche beten müssen, die noch nicht die Dringlichkeit erkennen, für unser gemeinsames Haus Sorge zu tragen“.

„Viele Naturkatastrophen, die wir noch immer in der Welt sehen, fast täglich an vielen Orten, in vielen Ländern, sind zum Teil auch durch die Exzesse des Menschen mit seinem Lebensstil verursacht“, so der Papst damals. „Deshalb müssen wir uns fragen, ob wir selbst diese Bekehrung leben oder nicht: Wie notwendig ist sie doch!“

In seiner Botschaft zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung in diesem Jahr hatte Leo sich besonders mit dem Thema Frieden beschäftigt. Er schrieb: „Auch wenn die Herausforderungen, vor denen wir stehen, gewaltig sind, lässt Gott uns nicht ohne Mittel zur Heilung und Verwandlung zurück. Anstelle von Kriegswaffen schenkt uns der Gott des Friedens die Kraft, zu heilen, zu versöhnen und eine Zivilisation der Liebe aufzubauen. Auf diese Weise sind wir gerufen, die vielen „Ökosysteme“ zu bewahren, die uns anvertraut sind: die Ökosysteme der Schöpfung, der zwischenmenschlichen Beziehungen und des menschlichen Herzens selbst.“

Außerdem forderte er: „Stellen wir uns eine Welt vor, in der die Energien, die derzeit in Kriege fließen, für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, für die Überwindung der Armut, für den Schutz der Menschenwürde und für die Versöhnung zerstrittener Völker aufgewendet werden. Eine solche Vision zeugt vom Glauben an das Kommen des Reiches Gottes.“

„Die wahren Werkzeuge zur Schaffung von Frieden sind nicht Waffen der Zerstörung, sondern Wahrheit, Dialog, Geduld, Güte, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Verständnis, Fürsorge und Liebe“, so der Papst. „Diese kommen aus Herzen, die vom Evangelium geformt und von Gottes Gnade getragen werden. Nur diese Qualitäten verfügen über die Kraft, einzelne Menschen zu verwandeln, Gemeinschaften zu erneuern und die Wunden unserer Welt zu heilen.“

Text: CNA Deutsch

(sig)



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