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Zur Neuigkeit
Ökumenische Vesper und Donausegnung am Fest der Taufe des Herrn
„In der Taufe sind wir alle eins“
Regensburg, 11. Januar 2026
„Von Herzen grüße ich Sie alle zur ökumenischen Vesper hier im Regensburger Dom, bevor wir dann wieder zur Donau, unserem Jordan, hinausziehen, um unseren Fluss, unsere Lebensader und mit ihr stellvertretend alle Gewässer durch das dreimalige Einsenken des Segenskreuzes zu segnen“. Mit diesen Worten grüßte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer alle Gläubigen, die am Sonntagnachmittag, am Fest der Taufe des Herrn, in den Dom gekommen waren. Mit ihm stand der griechisch-orthodoxe Archimandrit Petro Klitsch aus München und die evangelisch-lutherische Pfarrerin Marjaana Marttunen-Wagner von der Dreieinigkeits- und Neupfarrkirche in Regensburg dem Vespergottesdienst vor.
Kirchenmusikalisch trafen sich an diesem Nachmittag ost- und westkirchliche Traditionen, zum Klingen gebracht durch den Byzantinischen Kantorenchor München unter Leitung von Prof. Dr. Konstantin Nikolakopoulos zum einen und durch einen Männerchor der Regensburger Domspatzen unter Leitung von Max Rädlinger und Domorganist Prof. Franz Josef Stoiber zum anderen. Im Chorraum war eigens das Handreliquiar des hl. Johannes Chrysostomus gut sichtbar für alle Gläubigen auf eine Stehle gestellt worden. Der Kirchenvater aus dem 4. Jahrhundert, dessen Handreliquie sich seit 1652 in Regensburg befindet, erfährt in den Ostkirchen große Verehrung, ist er doch auch der Schöpfer der gleichnamigen Liturgie.
Ökumenische Verbundenheit in Regensburg
In seiner Predigt erinnerte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer an den 21. September 2025, als man letztmalig im Regensburger Dom in ökumenischer Verbundenheit versammelt gewesen war. Damals wurde die Ikone gesegnet, die an das 1. Ökumenische Konzil von Nicäa im Jahre 325 erinnert, und im südlichen Seitenschiff des Domes einen würdigen Platz erhalten hat. In Nicäa wurde das Glaubensbekenntnis formuliert, das dann 381 beim Konzil von Konstantinopel um die Bekenntnisaussage über den Heiligen Geist ergänzt und erweitert wurde. Seit dieser Zeit bekennen Christen über die Grenzen der einzelnen Konfessionen hinaus ihren Glauben an die eine Kirche und die eine Taufe.
„Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“
So wie die sogenannte Einheitsformel aus dem Brief an die Epheser (Eph 4,5) es formuliert, so durchzieht auch das ganze Glaubensbekenntnis das Motiv der Einheit: „Wir glauben an den einen Gott, an den einen Herrn Jesus Christus, die eine Kirche und die eine Taufe“. In der Taufe werden wir wiedergeboren zum neuen und unzerstörbaren Leben bei Gott und die Taufe ist es auch, die uns aus dem Wasser und mit dem Heiligen Geist in die Kirche hineinholt. Der hl. Papst Johannes Paul II., so Bischof Rudolf, habe es immer wieder betont, dass die Spaltung der Kirche nicht bis an das Fundament, die Taufe gehe, in der Taufe sei die Kirche eine. So sei der heutige Tag mit dem gemeinsamen Gebet nicht nur eine Erinnerung an die Taufe Jesu im Jordan und an unsere eigene Taufe, sondern „auch ein großes Zeugnis der Einheit, ein Zeugnis der Hoffnung auf die Wiedergewinnung der sichtbaren Einheit“.
Wie Weihrauch steige mein Gebet vor Dir auf!
In Anlehnung an den Psalm 141 legten während dem Gesang des Magnifikats Bischof Rudolf, Pfarrerin Marttunen-Wagner und Archimandrit Petros Weihrauch in eine Schale an den Altarstufen ein, auch ein Zeichen für das Gebet in ökumenischer Verbundenheit. Die Fürbitten sprachen neben der Pfarrerin Marttunen-Wagner, die den erkrankten Regionalbischof Klaus Stiegler vertrat, Dr. Thomas Rigl, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Regensburg, und der Bischöfliche Ökumenebeauftragte, Prof. Dr. Christoph Binninger. Bevor sich die Prozession durch die Stadt Richtung Donau auf den Weg machte, spendeten Bischof, Pfarrerin und Archimandrit den Aaronitischen Segen zum Abschluss des Vespergottesdienstes.
Die Donau, unser Jordan
Geistlichkeit, liturgischer Dienst und der Byzantinische Chor nahmen dann bei der Donausegnung nach orthodoxer Tradition, die seit 2014 in Regensburg an der Steinernen Brücke gefeiert wird, auf der Brücke Platz, die zahlreichen Gläubigen direkt am Ufer der Donau unterhalb der Brücke. Dreimal wurde das Segenskreuz in die Fluten der Donau geworfen, jeweils von einem Vertreter der drei anwesenden christlichen Konfessionen. Damit wird nicht nur an die Taufe Jesu im Jordan erinnert, sondern auch der Fluss, alle Gewässer und alle, die daran wohnen, gesegnet sein. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bezeichnete die Donau in ihrem Grußwort als die Lebensader der Stadt, die auch ein deutliches Zeichen dafür sei, dass Menschen nur in Gemeinschaft das Leben meistern könnten. Bischof Rudolf bedankte sich beim scheidenden Regensburger Stadtoberhaupt dafür, dass es ihr in den zurückliegenden Jahren immer ein großes Anliegen gewesen sei, bei Vesper und Donausegnung dabei zu sein und mitzubeten.
Text und Fotos: Carl B. Prämassing
(jas)














